Salzburger Start-Up baut medizinisches Cannabis an

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Etwa 5.000 Stecklinge verkauft plants4friends im Monat.
Etwa 5.000 Stecklinge verkauft plants4friends im Monat. - © plants4friends
Den Anbau von medizinischem Cannabis möchte das Salzburger Start-Up plants4friends ausbauen. Bereits seit 2015 vertreibt, produziert und entwickelt das junge Unternehmen Hanfpflanzen für den medizinischen Gebrauch. Nun möchte das Start-Up seine Kapazitäten erhöhen und startete eine Crowdinvesting-Kampagne.

Vor fünf Jahren hatte Roland Birner die Idee Cannabis medizinisch zu vertreiben, bewegt von der Geschichte einer Freundin. 2015 konnte er die Idee umsetzen. Der heute 48-Jährige informierte sich über die rechtliche Lage, den Anbau und erstellte einen Businessplan. Plants4Friends war geboren.

Birner will mit seiner Firma eine Vorreiterrolle einnehmen. Birner will mit seinem Unternehmen eine Vorreiterrolle übernehmen./ plants4friends ©

5.000 Cannabisstecklinge pro Monat

Heute zählt das  Salzburger Unternehmen plants4friends zu den größten Anbietern von Hanfpflanzen, Hanfprodukten und Zubehör zur Hanfzucht in Österreich. „Momentan verkaufen wir etwa 5.000 Stecklinge im Monat, was unserer Produktionskapazität entspricht. Bis 2018 möchten wir diese auf 20.000 steigern“, so Roland Birner, Gründer von plants4friends.

„Derzeit werden 80 Prozent aller Cannabisstecklinge in Hallen gezüchtet, 20 Prozent in Glashäusern“, weiß Birner im Gespräch mit SALZBURG24. Um im medizinischen Bereich erfolgreich Hanfpflanzen verkaufen zu können, sei es wichtig, dass die Pflanzen hochwertig und keimfrei sind.

Reinraum für Cannabispflanzen geplant

„Wir planen eine High-End-Grow-Anlage. Das entspricht beinahe einem Reinraum und ist einzigartig in ganz Europa. Pflanzen aus einem Glashaus sind aufgrund der Pestizidbelastung kaum für medizinische Zwecke geeignet. Kein einziger in Europa produziert derzeit auf medizinischem Niveau“, so Birner, der mit seinem Projekt eine Vorreiterrolle einnehmen will. Plants4friends steht in Kontakt zu österreichischen Universitäten und europäischen Hanf-Institutionen.

Auf einem aeroponischen System, ähnlich den Hydrokulturen, sollen die Stecklinge keimfrei aufgezogen werden. Transparenz seiner Arbeit ist Birner besonders wichtig: “Wir wollen medizinisch rein und für alle überprüfbar sein.”

Bei dem Salzburger Start-Up gibt es nur Stecklinge und Zubehör für die Pflege der Pflanzen./ plants4friend Bei dem Salzburger Start-Up gibt es nur Stecklinge und Zubehör für die Pflege der Pflanzen./ plants4friends ©

Finanzierung durch Crowdinvesting

Finanziert werden soll die Erweiterung über eine Crowdinvesting-Kampagne. Bereits am 9. November fiel der Startschuss für diese. Binnen kürzester Zeit konnten 143.600 Euro gesammelt werden. Das Ziel, um den Umbau sicherzustellen, liegt bei 250.000 Euro. Viele investieren zwischen 500 Euro und 1.000 Euro.

 

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