Salzburger verschenken zu Weihnachten zwei Millionen Packerl

Die Salzburger schenken zu Weihnachten gerne viel.
Die Salzburger schenken zu Weihnachten gerne viel. - © Bilderbox
Im Schnitt kaufen die Salzburger pro Person sechs Geschenke, in Summe macht das fast zwei Millionen Packerl, die in Salzburg unter dem Christbaum landen. In diesem Jahr wird für Geschenke wieder mehr ausgegeben, Gutscheine  und Elektrogeräte sind besonders hoch im Kurs.

Nach Ansicht von Hartwig Rinnerthaler könnten die Voraussetzungen für gute Umsätze im Advent kaum besser sein: „Der frühe Wintereinbruch mit Schnee auf den Bergen und kalten Temperaturen sorgt für weihnachtliche Stimmung. Die Christkindlmärkte bringen eine zusätzliche Belebung“, erklärt der Obmann der Sparte Handel in der WK Salzburg.

130 Millionen Euro durch Weihnachtsgeschäft

Im Vorjahr hatte das Weihnachtsgeschäft in Salzburg ein Volumen von rund 130 Millionen Euro. Umsatzzuwächse kommen fast ausschließlich dem Online-Handel zu Gute, Rinnerthaler hofft aber auf ein leichtes Plus im stationären Handel. “Das Christkind ist ein treuer stationärer Einkäufer und hat in den vergangenen Jahren für stabile Umsätze gesorgt. Ich bin zuversichtlich, dass sich dieser positive Trend auch 2017 fortsetzen wird.”

Salzburger Christkind in Kauflaune

Ernst Gittenberger von der KMU Forschung Austria teilt diesen Optimismus. „Aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Lage herrscht eine sehr gute Konsumstimmung. Dementsprechend zeigt sich das Christkind in Kauflaune. Laut unseren Erhebungen planen neun von zehn Salzburgern ab 15 Jahren im Schnitt sechs Geschenke zu kaufen. Hochgerechnet werden also mehr als zwei Millionen Packerln unter den Salzburger Christbäumen liegen.“ Mit 370 Euro seien die geplanten durchschnittlichen Ausgaben heuer um 10 Euro höher als im Vorjahr.

Gutscheine beliebtestes Geschenk

Im Ranking der beliebtesten Weihnachtsgeschenke liegen diesmal Gutscheine an der Spitze: 43 Prozent der Salzburger haben die Absicht, zumindest einen Gutschein zu besorgen. Den Schwerpunkt bilden dabei Gutscheine für Handelswaren wie Bekleidung, Elektrogeräte oder Spielzeug. Daneben werden auch Gutscheine für Restaurants, Wellnesseinrichtungen, Reisen und Kulturveranstaltungen gekauft. Bücher sowie Bekleidung und Textilien sind ebenfalls potenzielle Verkaufsschlager. Sie belegen laut KMU Forschung Austria mit 34 bzw. 33 Prozent die Ränge zwei und drei in den Top 10 der geplanten Weihnachtsgeschenke. Knapp dahinter folgen mit 32 Prozent Spielwaren.

Jeder achte Euro fließt ins Internet

Das Thema E-Commerce spielt auch im Weihnachtsgeschäft eine wichtige Rolle. Der Großteil der Geschenke wird zwar nach wie vor in den Geschäften gekauft. 34 Prozent der Salzburger haben aber vor, zumindest einen Teil ihrer Präsente im Onlinehandel zu bestellen. Im Vorjahr betrug der Anteil der Online-Shopper noch 33 Prozent. Vom geplanten Weihnachtsbudget fließt damit jeder achte Euro ins Internet, eines von sieben Geschenken wird online besorgt. 45 Prozent der Salzburger geben an, sich vor der Kaufentscheidung im Internet zu informieren.

Weihnachtsgeschäft für Buchhandel zweitwichtigstes Standbein

Das Weihnachtsgeschäft ist laut Gittenberger vor allem für den Spielwarenhandel, den Uhren- und Schmuckhandel, den Elektroeinzelhandel sowie den Papierwaren- und Buchhandel von enormer Bedeutung. Das bestätigt auch Klaus Seufer-Wasserthal von der Rupertusbuchhandlung in der Stadt Salzburg. „Für den heimischen Buchhandel ist das Weihnachtsgeschäft das zweitwichtigste Standbein neben den Schulbüchern“, erklärt der Obmann der Fachgruppe Salzburg der Buch- und Medienwirtschaft.

Stimmung in Sportartikelbranche “gut wie schon lange nicht”

In der Sportartikelbranche ist die Stimmung nach Auskunft von Christoph Bründl, Obmann des Landesgremiums des Handels mit Mode- und Freizeitartikeln und Geschäftsführer von Sport Bründl, „so gut wie schon lange nicht“: „Viele Skigebiete sind schon in Betrieb. So gesehen haben wir perfekte Voraussetzungen für die kommenden Einkaufssamstage.“ In den vergangenen Jahren habe der vorweihnachtliche Umsatz dagegen unter den eher frühlingshaften Temperaturen gelitten, sagt Bründl.

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