Salzburgerin kürt sich zur Europameisterin im Handmähen

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Elisabeth Schilcher aus Köstendorf holte sich den Europameister-Titel.
Elisabeth Schilcher aus Köstendorf holte sich den Europameister-Titel. - © Landjugend Österreich
Vergangenes Wochenende kämpften 90 Athleten in Ingenbohl/Brunnen in der Schweiz um den Europameister-Titel im Handmähen. Die Mäher aus Österreich haben dabei ordentlich abgeräumt: Nicht nur die Einzeltitel gingen jeweils an Österreich, sondern auch in der Mannschaftswertung sicherten sich die Mäher in zwei Kategorien die Goldmedaille. Die Köstendorferin (Flachgau) Elisabeth Schilcher kürte sich zur Europameisterin.

Österreich gelang die Sensation: Top-Mäherin Elisabeth Schilcher holte den EM-Titel bei den Damen. Gold bei den Herren gelang Bernhard Selinger aus Offenhausen in Oberösterreich. Innerhalb weniger Stunden haben die besten Mäher Europas mit ihren Sensen Tausende Quadratmeter saftiges Gras weggefegt.

Rot-weiß-roter Triumph im Handmähen

Für Österreich am Start waren zehn Mäher und fünf Mäherinnen, die sich im vergangenen Jahr beim Bundesentscheid Sensenmähen der Landjugend Österreich für die Europameisterschaft qualifiziert hatten. Die Mäher aus Österreich zählen bei der Europameisterschaft im Handmähen stets zu den großen Favoriten. Und das zu Recht: Die Salzburgerin Elisabeth Schilcher mähte die fünf mal sieben Meter große Fläche in einer Spitzenzeit von 53:50 Sekunden und sicherte sich somit den EM-Titel.

In nur 02:13:43 Minuten mähte Bernhard Selinger die Fläche von zehn mal zehn Metern ab und arbeitete nicht nur schnell, sondern auch sauber. Eine schier unschlagbare Leistung des Junglandwirts und Monteurs. Nicht überraschend entschied Österreich dann auch die Mannschaftswertung bei den Damen und bei den Herren für sich.

Darauf kommt es im Wettkampf an

Schnelligkeit, Regelmäßigkeit und Sauberkeit der Mahd sind beim Sensenmähen entscheidend. Jeweils sechs Mäher treten im direkten Wettstreit auf ihren gelosten Parzellen gegeneinander an – eine besonders spannende Situation für die Zuseher, die hautnah direkte Vergleiche anstellen können. Ist die Arbeit vollbracht, kontrolliert die Jury die Mahd und vergibt – bei einem unsauberen Ergebnis – Zeitzuschläge.

Die Athleten aus Österreich haben eine äußerst erfolgreiche EM hinter sich. Foto: Landjugend Österreich Die Athleten aus Österreich haben eine äußerst erfolgreiche EM hinter sich. Foto: Landjugend Österreich ©

Länderübergreifendes Handmäherfest

Neben Österreich nahmen heuer noch acht weitere Nationen teil: Das Baskenland, Slowenien, Tschechien, England, die Slowakei, Deutschland, Südtirol und das Gastgeberland Schweiz. “Neben dem Wettbewerb ist die Veranstaltung auch zu einem länderübergreifenden Fest unter Freunden geworden. Das Zusammentreffen mit den Teilnehmern aus den verschiedenen Nationen ist immer eine besondere Freude, bei dem viele Freundschaften geschlossen werden”, so Christian Rapperstorfer, Oberrichter der Landjugend Österreich. Das Mäherfest lockte dieses Jahr rund 5.000 Besucher an.

Die Kunst des Handmähens

Die Mäher müssen ihr Werkzeug sehr gut kennen: Die perfekte Einstellung der Sense und die ideale Mähtechnik können wertvolle Sekunden bringen, zur Sauberkeit der Mahd beitragen und damit den Weg zum Sieg ebnen. Eine gut gewetzte und gedengelte Sense garantiert die perfekte Schneid – diese Arbeit kann durchaus mehrere Stunden in Anspruch nehmen. Auch die Fläche ist ein entscheidendes Kriterium beim Sensenmähen. “Die Mähfläche wurde zentimetergenau mittels eines Traktors mit GPS-Navigation perfekt auf das Großevent vorbereitet”, so Adrian Föhn, Präsident der Europameisterschaft im Handmähen. Im August 2019 findet die EM im Handmähen in Oberösterreich statt.

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