Salzburgs Feuerwehrleute bekommen gratis Hepatitis-Impfung

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Gratis Hepatitis-Impfung für Salzburgs Feuerewehrleute (Symbolbild).
Gratis Hepatitis-Impfung für Salzburgs Feuerewehrleute (Symbolbild). - © dpa-Zentralbild/Ralf Hirschberge/Ralf
Die Hepatitis-Impfungen für Feuerwehrleute werden künftig vom Innenministerium bezahlt. Innenminister Wolfgang Sobotka (ÖVP) habe am Donnerstag eine Kostenübernahme durch sein Ressort zugesagt, sprach Niederösterreichs Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner von einem “großen Tag” für alle freiwilligen Feuerwehren in Österreich. Auch Salzburgs Feuerwehrleute kommen in den Genuss.

Die Impfkosten werden bei drei Millionen Euro bundesweit für etwa 30.000 Feuerwehrleute liegen. „Tausende Männer und Frauen stellen ihre Freizeit unentgeltlich und ehrenamtlich zur Verfügung,  um im Dienst der Freiwilligen Feuerwehr Tag und Nacht für die Gesellschaft bereit und im Notfall im Einsatz zu stehen. Umso erfreulicher ist es, dass nun die Forderung, dass das Innenministerium die Kosten der Hepatitis-B-Impfung für Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen übernehmen soll, Gehör gefunden hat“, so ÖVP-Sicherheitssprecher Wolfgang Mayer.

Sobotka sichert Hilfe zu

„Von Innenminister Sobotka wurde nun zugesichert,  den Feuerwehren zu helfen und die Kosten der Hepatitisschutzimpfung zu übernehmen. Es ist nicht einzusehen, dass sogar Prosituierte die erforderlichen Impfungen bezahlt bekommen, unsere freiwilligen Feuerwehrleute hingegen nicht. Die Übernahme der Kosten ist eine wichtige Maßnahme“, zeigt sich Mayer zufrieden.

„Wir Feuerwehrfrauen und -männer haben einen Brotberuf und widmen uns danach ehrenamtlich der Feuerwehr. Wir setzen uns in der Freizeit einem enormen Risiko aus, um anderen Menschen zu helfen. Das muss auch entsprechend honoriert werden. Eine Schutzimpfung ist wohl das Mindeste, was zum Erhalt dieses ehrenamtlichen Engagements beigetragen werden kann. Lange wurde darum gekämpft. Ich danke nun im Namen der österreichischen Feuerwehren Bundesminister Sobotka für diesen Vorstoß und die Unterstützung im Interesse unserer Einsatzorganisation. Die Feuerwehr weiß das zu schätzen, die Sicherheit unserer freiwilligen Helferinnen und Helfer ist heute noch größer geworden“, sagt Albert Kern, Präsident des Österreichischen Bundesfeuerwehrverbandes.

Langer Kampf um Impfungen für Feuerwehrleute

Das niederösterreichische Landeskommando erinnerte an den “jahrelangen Kampf” um Erfüllung dieses Anliegens durch das Gesundheitsministerium. “Bis vor wenigen Tagen hat man uns immer wieder die kalte Schulter gezeigt”, hieß es in der Aussendung. Die freiwilligen Feuerwehren würden nicht in die berufliche Risikogruppe aufgenommen werden, weil noch kein einziger Fall einer Infektion mit Hepatitis im Einsatz bekannt sei, sei argumentiert worden.

(APA/SALZBURG24)

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