Salzburgs “Formalakt Titelgewinn” vor dem Abschluss

Akt.:
Coach Garcia weiß: Am Ende der Saison steht sein Team ganz oben
Coach Garcia weiß: Am Ende der Saison steht sein Team ganz oben - © APA (EXPA/Pucher)
Für Red Bull Salzburg steht ein Formalakt unmittelbar vor dem Abschluss. Sollten die Mozartstädter am Samstag (18.30 Uhr) vor eigenem Publikum gegen Schlusslicht SV Ried siegen und die Austria davor im Heimspiel gegen Sturm Graz (16.00 Uhr) nicht drei Punkte eingefahren haben, wäre der neuerliche Gewinn der Fußball-Meisterschaft schon fünf Runden vor Schluss offiziell fixiert.

Selbst wenn es am Samstag noch nicht klappen sollte, so ist der vierte Titel in Folge und der insgesamt achte Eintrag auf dem Silberteller in der Red-Bull-Ära wohl nur aufgeschoben, schließlich beträgt der Vorsprung auf die “Veilchen” 15 Punkte. Dennoch gab sich Trainer Oscar Garcia zurückhaltend. “Natürlich werden wir das Ergebnis der Austria registrieren, aber das Beste an unserer Situation ist, dass wir nur von uns selbst abhängig sind. Der Fokus liegt nur auf dem Spiel gegen Ried”, betonte der Katalane.

Salzburg: 15 Siege in 16 Pflichtspielen

Viel spricht dafür, dass die Salzburger dieses “Endspiel” für sich entscheiden werden. Die “Bullen” holten aus den jüngsten 16 Pflichtspielen 15 Siege und ein Remis, zuletzt gelang mit einer 5:0-Gala bei der Admira der Einzug ins Cup-Finale. Außerdem hat man die jüngsten vier Duelle mit Ried allesamt gewonnen und ist gegen die Oberösterreicher seit 24 Heimpartien ungeschlagen. “Die Mannschaft spielt derzeit sehr gut und hat im Frühjahr vieles richtig gemacht”, sagte Oscar.

Auch bei Titelgewinngäbe es noch keinen Meisterteller

Wie viele Besucher am Samstag auch immer in den Weg in die Red-Bull-Arena finden – den Meisterteller werden sie selbst dann nicht zu sehen bekommen, wenn der Titel unter Dach und Fach gebracht werden sollte. Wie die Bundesliga bestätigte, erfolgt die Ehrung unabhängig vom Ausgang der 31. Runde zu einem späteren Zeitpunkt.

Die erstmals in dieser Saison auf Rang zwei der Fußball-Bundesliga stehende Austria will diesen nicht mehr abgeben. Zum Auftakt der 31. Runde wartet am Samstag um 16.00 Uhr mit Sturm Graz der erste Verfolger. Die Austria siegte in vier der jüngsten sechs Liga-Duellen mit Sturm. Im Happel-Stadion war sie zuletzt aber keine Heimmacht. Nach sechs Heimaufritten im Frühjahr in Liga und Cup halten die Veilchen bei nur einem Sieg und vier Niederlagen.

Austria will zweiten Platz festigen

Sechs Runden vor Saisonende könnte die Austria mit einem neuerlichen Erfolg gegen Sturm ein wichtiges Teilstück auf dem Weg zum anvisierten Vizemeistertitel hinter sich bringen. Fünf Zähler würde der Vorsprung auf die Steirer dann betragen. “Das Spiel ist extrem wichtig für beide Mannschaften, es geht für beide um sehr viel”, erkannte Sturms Trainer Franco Foda. Zugleich baute er vor: “Sollte Sturm keine Punkte machen, ist noch nichts entschieden.”

Altach rutscht ab

Altach droht indes das Europacupticket im Finish noch zu entgleiten. Der einstige Leader ist mit 51 Zählern auf Rang vier abgerutscht und sollte am Samstag (18.30) in St. Pölten punkten, um gegenüber der Wiener Austria (53) und Sturm Graz (51) nicht weiter an Boden zu verlieren. Bei seiner Rückkehr bekommt es Altach-Trainer Martin Scherb aber mit einem im Abstiegskampf höchst motivierten Gegner zu tun.

Zwei Punkte, kein Tor – die Bilanz der jüngsten fünf Partien liest sich aus Altacher Sicht ernüchternd. Vor dem Hintergrund eines ohnehin schwachen Frühjahrs, in dem man nur das achtbeste Team der Liga ist, müssen die Fans der Vorarlberger tatsächlich um den internationalen Startplatz bangen. Denn dass man sich defensiv stabilisiert hat, wie Scherb bemerkte, wird alleine nicht reichen. Um sich erfolgreich für die 1:2-Heimniederlage gegen St. Pölten im Februar zu revanchieren, muss diesmal das Runde unbedingt wieder ins Eckige.

WAC spielt gegen Mattersburg um Abstieg

Mit ganz anderen Sorgen hat der Wolfsberger AC zu Kämpfen. Das Abstiegsgespenst ist noch nicht verjagt. Das Heimduell mit dem SV Mattersburg trägt damit den Charakter eines Sechs-Punkte-Spiels. Die Burgenländer aber kommen dank starker Frühjahrsbilanz und zwei Auswärtssiegen en suite mit breiter Brust in die Lavanttal-Arena und könnten mit einem Sieg sogar erstmals in dieser Saison auf Platz sechs vorstoßen.

In Mattersburg herrscht nach der Herbst-Tristesse wieder so etwas wie Euphorie. “Die Formkurve zeigt steil nach oben. Die Mannschaft ist in einem Topzustand”, meinte Trainer Gerald Baumgartner nicht ohne stolz. Sechs Siege und ein Remis aus zehn Frühjahrspartien – die Bilanz kann sich sehen lassen.

Gestärkt durch den Cupsieg über den LASK fährt der angeschlagene Rekordmeister Rapid schließlich zum Ende der 31. Runde am Sonntag zu seinem Lieblingsgegner Admira. Keinem anderem Team knöpfte man sieben Punkte ab, auch der bisher letzte Liga-Auswärtssieg gelang am 29. Oktober just in der Südstadt. Mit 7 Punkten Vorsprung auf Platz zehn ist das Thema Abstieg aber noch immer nicht völlig abgehakt.

Vor seinem dritten Ligaspiel als Cheftrainer gab sich Goran Djuric einmal mehr höchst optimistisch. “Nach dem Aufstieg ins Finale des Cups ist bei uns sicher eine gewisse Gelassenheit vorhanden”, erklärte er. Schließlich sei genau das, was seinen Kickern in den vergangenen Monaten völlig abhandengekommen war, nun wieder da: “Das Spiel vom Mittwoch hat uns Selbstvertrauen geschenkt, aber auch für Erleichterung gesorgt”, betonte der 42-Jährige, der nach dem Cupsieg eine durchaus bemerkenswerte Jubel-Choreografie auf den Rasen des Allianz-Stadions gelegt hatte. Dennoch: “Wir schauen, dass diese Euphorie nicht zu groß wird, denn wir dürfen nicht locker lassen”, versprach er.

(APA)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Streit um Domain: Hervis siche... +++ - Salzburg bereitet sich auf Bes... +++ - Von Chruschtschow bis Macron: ... +++ - Taxham: Unbekannter bedroht Bu... +++ - NR-Wahl: Schnell-Partei tritt ... +++ - Schwerer Radunfall auf Großglo... +++ - Streit an der Sommerrodelbahn ... +++ - Wanderer (65) stürzt im Gosauk... +++ - AYA-Hallenbad bis 3. September... +++ - Severin Huber (23) übernimmt L... +++ - 17-Jähriger in St. Johann mit ... +++ - Fahrradfahrerin bei Zusammenst... +++ - Was in Salzburg achtlos weggew... +++ - Salzburgs Flüsse brauchen mehr... +++ - Salzburgerin kürt sich zur Eur... +++
0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen