Salzburgs Jugend schwört auf Smartphone und Tablet

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Zwei Drittel der Salzburger Jugendlichen verbringt mehr als fünf Stunden täglich vor dem Bildschirm (Symbolbild).
Zwei Drittel der Salzburger Jugendlichen verbringt mehr als fünf Stunden täglich vor dem Bildschirm (Symbolbild). - © APA/Helmut Fohringer/Archiv
Salzburgs Jugend ist voll digitalisiert: Im Schnitt verfügen unsere Kids ab dem zehnten Lebensjahr über ein Smartphone oder Tablet und kennen sich online zudem bestens aus, wie eine Studie der GPA-djp nun zeigte. Gefordert wird, dass digitale Kompetenzen bereits in der Pflichtschule ordentlich gefördert werden.




Die Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp) setzte sich im Frühling dieses Jahres mit einer Studie zur persönlichen Situation von Jugendlichen auseinander. Dazu wurden landesweit rund 1.700 kaufmännische Lehrlinge zwischen 15 und 18 Jahren zu ihrem Umgang mit Smartphone, Tablet & Co. befragt.

Mit 10 Jahren eigenes Smartphone und Tablet

Salzburgs Jugend steigt der Umfrage zufolge sehr früh in die digitalisierte Welt ein, hoch im Kurs stehen dabei Smartphone und Tablet: “Grundsätzlich kann man sagen, dass die Salzburger Jugendlichen spätestens mit 10 Jahren ein eigenes Smartphone und ein eigenes Tablet besitzen”, so Gerald Forcher, Geschäftsführer der GPA-djp Salzburg bei einem Pressegespräch am Dienstag. Wichtig für die digitale Grundausstattung ist dabei auch ein W-LAN Router, über diesen verfügen ebenfalls 86 Prozent der Befragten. Hier ist bereits ein Abwenden von PC (40 Prozent) und Laptop (37 Prozent) feststellbar. “Wir gehen davon aus, dass diese Werte geringer ausfallen, wenn man hier in zwei Jahren ein Nach-Umfrage machen würde”, so Forcher.

Fernseher verschwindet aus den Zimmern

Die Geräte übernehmen bei den Jugendlichen umfassende Anwendungsgebiete. An erster Stelle steht ganz klar das Hören von Musik (95 Prozent). Neben Telefonieren und Chatten kommen Smartphone und Tablet aber auch bei Recherchen-Zwecke (76 Prozent), beim Einkaufen (54 Prozent) und bei der Arbeit (45 Prozent) zum Einsatz. Erkennbar ist hier, dass Radio und Fernseher immer mehr aus den Jugendzimmern verschwinden: „Der klassische Fernseher existiert heutzutage fast nur noch in den Wohnzimmern“, weiß Forcher.

gpadjp2auf Michael Huber (links) und Gerald Forcher (rechts) von der GPA-djp beim pressegespräch am Dienstag. /SALZBURG24 ©

Salzburger Jugend ist sich der Online-Gefahren bewusst

Aus dem Alltag junger Salzburger sind die Geräte also nicht mehr wegzudenken. In Bezug auf die Nutzungsdauer gaben immerhin zwei Drittel der befragten Lehrlinge an, sich täglich etwa drei Stunden vor ihr Smartphone zu setzen, ein Drittel nutzt es sogar mehr als fünf Stunden. Die Teenager verbringen also mitunter viel Zeit vor dem Bildschirm, sind sich dabei aber auch der online lauernden Gefahren wie Datenschutz, Cyber-Mobbing, Fake-Profile oder Hacker-Angriffen bewusst, wie die Umfrage ergab. Wegzudenken ist ein Internet-Zugang auf jeden Fall nicht mehr, 83 Prozent der Befragten ist dieser nämlich sehr wichtig.

Snapchat und Instagram interessanter als Facebook

In Bezug auf die verwendeten Apps schneiden klassische Online-Dienste wie WhatsApp (91 Prozent), Youtube (89 Prozent) und Facebook (86 Prozent) bei den Befragten am besten ab. Dating-Apps wie Tinder (32 Prozent) oder Lovoo (37 Prozent) werden von Salzburgs Jugend aber offenbar weniger genutzt. „Es ist allerdings erkennbar, dass Facebook in letzter Zeit etwas zurückfällt. Snapchat und Instagram hingegen steigen in der Gunst der Jugendlichen“, gibt Geschäftsführer-Stv. Michael Huber an.

Grundkompetenzen in der Pflichtschule vermitteln

“Insgesamt kann man sagen, dass unsere Jugend durch und durch digitalisiert und in den Sozialen Medien zuhause ist”, so Forcher. Seitens Der GPA-djp wird gefordert, dass nun das digitale Kompetenzmodell flächendeckend umgesetzt wird. Kein Kind solle demnach die Pflichtschule verlassen, ohne über digitale Grundkompetenzen zu verfügen. Dieses Wissen sei eine Grundvoraussetzung für ein späteres erfülltes Arbeitsleben. Im internationalen Vergleich steht Österreich zwar gut da, zählt aber nicht zu den Top-Ländern: “Die USA beispielsweise sind etwas voraus, in Südkorea aber beispielsweise gibt es Bemühungen, den Schwerpunkt auf Programmiersprachen anstatt Fremdsprachen zu legen”, weiß Forcher.

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