Salzburgs Landesstraßen sind in schlechtem Zustand

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Eine komplette Sanierung der desolaten Straßen im Land Salzburg würde bis zu 20 Millionen Euro kosten (Symbolbild).
Eine komplette Sanierung der desolaten Straßen im Land Salzburg würde bis zu 20 Millionen Euro kosten (Symbolbild). - © APA/Helmut Fohringer/Archiv
Salzburgs Landesstraßen sind in schlechtem Zustand: Denn knapp ein Drittel (32,66 Prozent) aller Landestraßen im Bundesland Salzburg sind in einem schlechten oder gar sehr schlechten Gesamtzustand.

Das zeigen die Detailergebnisse eines Ergebnisberichts der Landesbaudirektion Fachbereich Erhaltung. Die Studie lief über zwei Jahre und zeigte letztendlich ein ernüchterndes Ergebnis: Seit 2009 ist der Anteil von Straßen in schlechtem und sehr schlechtem Zustand von 6,3 auf 19,9 Prozent gestiegen. In Bezug auf die bauliche Substanz der Straßen, stieg der Anteil der desolaten Verkehrswege von 38,6 Prozent auf 58,4 Prozent, berichtet der ORF Salzburg.

Komplette Sanierung kostet bis zu 20 Mio. Euro

Für eine komplette Sanierung der Straßen in Salzburg wäre jährlich ein Budget zwischen 18 und 20 Millionen Euro notwendig. Geld, das der Bauabteilung nach einem strengen Sparkurs derzeit nicht zur Verfügung steht, investiert werden heuer knapp neun Millionen Euro.

Salzburger SPÖ: “Desolate Straßen”

Die Ergebnisse des Berichts beschäftigen auch die Salzburger SPÖ: “Wir mussten feststellen, dass das Salzburger Straßennetz gelinde gesagt in einem desolaten Zustand ist. Zum Untersuchungszeitpunkt waren 471 Kilometer des Straßennetzes (Gesamtlänge von 1.442 Kilometern, Anm.) in einem schlechten Zustand. Bei 103 Kilometern davon wurden sowohl der Zustand der Bausubstanz, als auch Fahrsicherheit und Fahrkomfort als sehr schlecht eingestuft”, so SPÖ-Chef Walter Steidl in einer Aussendung am Montag.

Hans Mayr will Zweckbindung der Mittel

Die zur Sanierung und Instandhaltung der Straßen benötigten Gelder können laut Verkehrslandesrat Hans Mayr (SBG) nur über eine Zweckbindung der Mittel gewährleistet werden. Eine solche Zweckbindung der Mittel hat es früher auch gegeben, die ist im Jahr 2007 dann allerdings weggefallen und die Gelder fielen in den allgemeinen Finanzausgleich. Ich warne schon seitdem in Verkehrslandesrat bin vor dieser Entwicklung”, gibt Hans Mayr im Gespräch mit SALZBURG24 an. Andere Möglichkeit sieht Mayr diesbezüglich nicht.

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