Salzburgs Lazaro hat nächsten Schritt im Visier

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Lazaros Fokus richtet sich auf die großen Dinge
Lazaros Fokus richtet sich auf die großen Dinge
Die Zukunft von Österreichs Fußball-Hoffnung Valentino Lazaro liegt nicht zwingend bei Red Bull Salzburg. Der Vertrag des 18-Jährigen beim Meister läuft mit Saisonende aus. Ob er ihn verlängert, will der Youngster auch von der Chance abhängig machen, dort Stammspieler zu werden. Mit einem möglichen Wechsel ins Ausland beschäftigt er sich laut eigenen Angaben aber noch nicht.


“Ich gebe mir Zeit. Von den Angeboten, die es gibt, will ich einstweilen nichts hören”, erklärte Lazaro im Gespräch mit der APA. Damit ist ausschließlich sein Berater Max Hagmayr befasst. Lazaro: “Er soll mich damit so wenig wie möglich belasten, damit ich den Kopf frei habe. Es ist eine wichtige Zeit, in der es darum geht, so viel wie möglich zu spielen.”

In der Liga ist der Mittelfeldspieler in den jüngsten acht Runden stets zum Einsatz gekommen – zuletzt gegen Rapid (2:0) gar auf der ungewohnten Position des rechten Außenverteidigers. “Meine normale Position ist offensiver. Aber man weiß nie, was in der Zukunft kommt”, sagte Lazaro. “Deswegen war es jetzt einmal nicht schlecht, das auszuprobieren.”

Der Grazer gilt als eines der größten Talente im heimischen Fußball. Mit 18 Jahren hat er bereits drei A-Länderspiele absolviert. Der Vergleich mit David Alaba, der mit 17 im ÖFB-Team debütiert hatte, drängt sich auf. Auch der Bayern-Star bekleidet als Linksverteidiger beim Club zumeist eine andere Position als im Nationalteam.

“Das ehrt mich natürlich. Von dem, was David erreicht hat, bin ich aber noch weit entfernt”, meinte Lazaro. Sein großes Ziel ist die Champions League. “Wenn es mit Salzburg funktioniert, dann würde mich das extrem freuen. Wenn es in zwei, drei Jahren noch immer nicht so weit ist, vielleicht bin ich dann bei einem anderen Verein und kann dort Champions League spielen.”

Die große Enttäuschung über das Aus im Play-off der Champions League gegen Malmö scheint überwunden. Mittlerweile freut sich Lazaro auch auf die Europa League und das Gastspiel am Donnerstagabend (21.05 Uhr MESZ) bei Astra Giurgiu in Rumänien. Auch dort könne man sich empfehlen. Sadio Mane etwa ist erst vor einem Monat nach England zu Southampton gewechselt.

Eine echte Traumdestination gibt es für Lazaro nicht. “Ich will bei einem Verein spielen, bei dem ich Stammspieler sein kann.” Sollte ihm das bei den Bullen gelingen, könne es gut sein, dass er noch länger bleibt. “Was der Verein bisher für mich gemacht hat, ist riesig.” Etwa bei zwei Mittelfußbrüchen im vergangenen Jahr. Über eine Vertragsverlängerung ist er sich aber noch nicht im Klaren.

Lazaro ist 2011 aus dem Nachwuchs des GAK nach Salzburg gewechselt. Seine Familie – der Vater stammt aus Angola, die Mutter aus Griechenland – lebt immer noch in Graz. “Ich habe immer gesagt, dass ich mich in Salzburg sehr wohlfühle”, erklärte der Hoffnungsträger. Viel Freizeit verbringt er dort mit ÖFB-Teamkollege Marcel Sabitzer, den es im Sommer ebenfalls zu Red Bull gezogen hat.

Kommende Woche weilt das Duo wieder gemeinsam beim Nationalteam. “In den nächsten beiden Spielen rechnen wir uns viel aus”, sagte Lazaro vor dem EM-Quali-Doppel gegen Moldawien (9. Oktober) und Montenegro (12. Oktober). “Vielleicht ist es ein bisschen leichter als gegen Schweden (1:1), auch wenn wir die Gegner nicht unterschätzen dürfen.”

Von Teamchef Marcel Koller ist der Jungspund begeistert. Der Schweizer ermutige ihn immer wieder, sich etwas zuzutrauen. Lazaro: “Er weiß, was ich kann. Ich soll nicht scheu herumspielen, sondern das zeigen, was mich ausmacht.” Nämlich seine Schnelligkeit und seine Technik.

Die Joker-Rolle, die er auch im ÖFB-Team innehat, kennt er bereits vom Club. Zufriedengeben will sich Lazaro damit aber nicht – auch nicht in Salzburg. “Man weiß, dass der Konkurrenzkampf hoch ist in unserer Mannschaft. Deswegen freut man sich über jede Einsatzminute”, erklärte das Ausnahmetalent. “Aber man ärgert sich auch über jede Minute, in der man es nicht geschafft hat.”

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