Salzburgs “neues Gesicht” weiß zu gefallen

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Mit verändertem System zum Erfolg
Mit verändertem System zum Erfolg
Die Tickets für die K.o.-Phase der Europa League liegen bereit. Nach einem überzeugenden 4:2 am Donnerstagabend gegen Dinamo Zagreb könnte Fußball-Meister Red Bull Salzburg bereits im nächsten Gruppenspiel den Aufstieg fixieren. Am 6. November gastieren die Salzburger in Zagreb. Mit einem weiteren Sieg stünden sie vorzeitig im Sechzehntelfinale – zum vierten Mal in sechs Jahren.


Von einer Vorentscheidung in der Gruppe D wollte Salzburg-Trainer Adi Hütter noch nichts wissen. “Wir müssen dort noch einmal an unsere Grenzen gehen”, meinte der 44-Jährige. “Auswärts wartet das nächste Schlüsselspiel, nur steht Zagreb eindeutig mehr unter Druck.” Den Kroaten fehlen nach drei Runden bereits vier Punkte auf das aus Celtic Glasgow und Salzburg bestehende Führungsduo.

Die Bullen haben ihre Form wiedergefunden. Sechs Pflichtspielsiege in Serie stehen zu Buche. Dabei hat Hütter das System umgestellt. Erst zum zweiten Mal agierten die Salzburger mit einem 4-3-1-2. “Es hat noch nicht alles hundertprozentig funktioniert. Da muss man aber auch etwas Geduld haben”, meinte der Cheftrainer. “Wir trainieren dieses System erst seit kurzem, daher ist es noch fehleranfällig.” Vor allem im Defensivbereich.

Im Finish ermöglichte Salzburg Dinamo durch Nachlässigkeiten noch zwei Treffer. Hütter ist dennoch vom “neuen Gesicht” der Mannschaft überzeugt. “Im Zentrum haben wir dadurch mehr Stabilität. Uns ist vorgeworfen worden, dass wir nur eine Art und Weise haben, wie wir spielen können. Eine gute Mannschaft muss variabel sein”, begründete der Vorarlberger die taktischen Umstellungen.

Die Abkehr vom davor bedingungslos umgesetzten 4-4-2 habe auch mit den Spielertypen zu tun. Nach dem Abgang von Sadio Mane stehe mit Marcel Sabitzer nur noch ein echter Flügelstürmer zur Verfügung. Die Zehnerposition dagegen können gleich mehrere Spieler bekleiden. Neben Kevin Kampl und dem Belgier Massimo Bruno, der zuletzt in dieser Rolle gefiel, nannte Hütter auch Jungstar Valentino Lazaro, Christoph Leitgeb und Naby Keita. “Ich habe viele Spieler, die sich im Zentrum wohlfühlen.”

Das tun im Moment auch seine beiden Stürmer. Jonatan Soriano hat in der Liga bereits 14-mal getroffen, Alan meldete sich nach einer kleinen Durststrecke mit drei Toren gegen Dinamo eindrucksvoll zurück. “Er war eindeutig der Mann des Spiels”, lobte Hütter. “Es war ein perfekter Abend für die gesamte Mannschaft”, ergänzte der Matchwinner. “Wir haben gezeigt, welches Potenzial wir haben. Wir fliegen jetzt nach Zagreb, um dort zu gewinnen.”

Dann stünde der Aufstieg bereits fest. Die Entscheidung um den Gruppensieg könnte danach am 27. November in Glasgow fallen. Bei Punktegleichheit entscheidet am Ende nicht die Tordifferenz, sondern das Abschneiden in den direkten Duellen. In diesen hat Celtic durch das 2:2 Mitte September in Salzburg bereits zwei Auswärtstore auf der Habenseite.

“Wir haben unseren Vorsprung in der Gruppe ausgebaut, es geht in die richtige Richtung”, meinte der im Finish eingewechselte ÖFB-Teamspieler Lazaro. “Jetzt möchten wir in Zagreb alles fixieren.” Für die Kroaten wird das Rückspiel in zwei Wochen “ein Alles-oder-Nichts-Spiel”, wie es Kapitän Josip Simunic nach einer “desaströsen Abwehrleistung” formulierte.

Bis dahin wollen die Salzburger ihre Tabellenführung in der Liga festigen. Am Sonntag geht es im Derby auswärts gegen Grödig. Am Freitag war Regeneration angesagt. Linksverteidiger Andreas Ulmer musste gegen Dinamo wegen einer Rippenverletzung vom Platz, Dreifach-Torschütze Alan folgte ihm mit leichten Magenproblemen. Hütter: “Meine Mannschaft ist an ihre Grenze gegangen.”

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