Salzburgs Seilbahnen bereit für den Winter – Umsatz im Sommer steigt

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Die Salzburger Seilbahnwirtschaft ist besonders investitionsstark .
Die Salzburger Seilbahnwirtschaft ist besonders investitionsstark . - © APA/GINDL
Der Winter steht vor der Tür, die Vorbereitung laufen bei Salzburgs Seilbahnunternehmen auf Hochtouren. Bei der Fachgruppentagung in St. Johann (Pongau) bilanzierte man am Donnerstag ein steigendes Sommergeschäft. In der heurigen Wintersaison sollen 100 Millionen Euro investiert werden.

In den 52 Salzburger Skigebieten mit ihren 480 Seilbahn- und Liftanlagen sowie 110 Speicherteichen laufen derzeit die Vorbereitungen auf die Wintersaison. 2.000 Mitarbeiter sind ganzjährig beschäftigt, im Winter sind es 4.500. „Die vergangene Wintersaison hatte einige Höhen und Tiefen für die Seilbahnwirtschaft. Die Feiertagslage an Weihnachten, der späte Ostertermin und die Wettersituation waren eine Herausforderung für die Branche“, resümierte Obmann Ferdinand Eder bei der Fachgruppentagung.

Seilbahnen sorgen für Mega-Investitionen

Zählt man die Investitionen der vergangenen zehn Jahre zusammen, ergeben sich mehr als 1,2 Mrd. Euro, die die Seilbahnwirtschaft für Modernisierungen und Verbesserungen aufgewendet hat. “Gemeinsam mit dem Tourismus ist die Seilbahn- und Liftbranche der investitionsstärkste Sektor in der Salzburger Wirtschaft”, betonte Landeshauptmann Wilfried Haslauer (ÖVP). 2017/18 fließen 45 Millionen Euro in den Neubau und die Komfortoptimierung von Seilbahnen und Liftanlagen. Auf hohem Niveau bewegen sich daher auch die Investitionen für die technische Beschneiung. Sie liegen für die kommende Saison 2017 bei 35 Millionen Euro. Weitere 20 Millionen Euro fließen in Parkplätze, Pistengeräte, Service- und Gastronomieeinrichtungen.

Trends: Mehr Komfort und Kunstschnee

Der Trend geht derzeit in Richtung Komfort- und Qualitätsverbesserung bei den Aufstiegshilfen, Schaffung von Großskiräumen dort, wo es topografisch Sinn ergibt, sowie Verbesserung der technischen Beschneiung. Unterstützung dafür kommt auch aus dem Wirtschaftsressort des Landes.

Sommerbetrieb sichert Umsätze

Das Konzept der „Besten Österreichischen Sommer-Bergbahnen“ geht auf. 51 Betriebe haben sich österreichweit dazu entschlossen, den Seilbahnbetrieb im Sommer mit attraktiven Angeboten am Berg – vom Spielspaß für Familien bis zur Kultur – zu kombinieren. In Salzburg machen zehn Bergbahnen mit. „Wir verzeichnen bei den Sommer-Bergbahnen eine sehr gute Entwicklung“, berichtet Eder. Man habe in relativ kurzer Zeit einen Umsatzanteil von 15 Prozent im Sommer erreicht – mit Tendenz nach oben.

Unterstützung für kleine Skigebiete

Gemeinsam mit dem Land Salzburg unterstützt die Seilbahnwirtschaft auch heuer wieder Kleinstliftbetreiber. Die finanzielle Hilfe soll zum Erhalt kleiner Liftanlagen beitragen. Der Zuschuss ist mit maximal 10.000 Euro je Skiliftunternehmen begrenzt, heuer werden insgesamt 100.000 Euro zur Verfügung gestellt.

Karriere am Berg

Stolz ist man in der Salzburger Seilbahnwirtschaft auf die Berufsschule in Hallein (Tennengau), die sich als Ausbildungszentrum für angehende Seilbahntechniker im ganzen Alpenraum profilieren konnte. Heuer fangen 44 Lehrlinge die Lehre an, insgesamt sind derzeit 190 Seilbahntechniker in 75 Betrieben in Ausbildung.

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