Sanierungs-Offensive: Stadt investiert 14 Millionen Euro alte Wohnungen

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Auch das Gebäude am Klausentor wird saniert.
Auch das Gebäude am Klausentor wird saniert. - © Stadt Salzburg/Projektbericht/Screenshot
171 sanierte und 23 neue Wohnungen sowie Investitionen von 14 Millionen Euro: Das sind die Eckdaten der Sanierungs-Offensive der Stadt Salzburg. Hier lest ihr, welche Wohnungen saniert werden und was das für die Mieter bedeutet. 

14 Millionen Euro wird die Stadt Salzburg bis 2020 in eine kräftige „Sanierungs-Offensive Wohnbau“ stecken. Sieben Projekte, vom großen Wohnblock in Lehen über erneuerungsbedürftige historische Gebäude im Stadtzentrum bis hin zu derzeit unbewohnten Häusern in den Stadtteilen, werden damit auf Vordermann gebracht.

Was bedeutet die Sanierungs-Offensive für Mieter?

171 Wohnungen werden saniert, 23 werden neu geschaffen. „Das sichert Arbeitsplätze und ist kurzfristig möglich, weil die Stadt liquide ist“, teilt Salzburgs Bürgermeister Heinz Schaden (SPÖ) in einer Aussendung mit. Die Mieter müssten sich nicht fürchten, ergänzt Vizebürgermeisterin Anja Hagenauer (SPÖ): „Das Wohnungsamt wird rechtzeitig informieren und vorübergehend Ersatzwohnungen anbieten. Außerdem gibt’s ein Rückkehrrecht, Zuschüsse für Übersiedlungskosten – und letztlich eine schöne, erneuerte Wohnung, die viel lebenswerter ist.“

Bgm. Heinz Schaden, Vize-Bgm. Anja Hagenauer und die Geschäftsführer Alexander Schrank (SIG) und Johann Steckenbauer (KgL)./Stadt Salzburg/Killer Schaden, Hagenauer und die SIG Geschäftsführer Schrank (SIG) und Johann Steckenbauer (KgL) bei der Präsentatoin./Stadt Salzburg/Killer ©

Das wird saniert

Das Hauptaugenmerk liege auf thermischen Sanierungen, erklärt Alexander Schrank, der Geschäftsführer der Stadt Salzburg Immobilien GmbH (SIG). Großteils sollen demnach Fenster und Installationen erneuert werden, teilweise sind Dächer neu zu decken, dazu werden manche Balkone ergänzt, wie es in der Aussendung weiter heißt. Weil Dachböden ausgebaut werden und Nachverdichtungen stattfinden, entstehen auch neue Wohnungen.

„Die Alters-Bandbreite der Gebäude ist ziemlich groß: Vom Klausentor aus dem 14. Jahrhundert – wo wir wie anderswo eng mit dem Denkmalamt zusammenarbeiten – über Gebäude aus den 1920-er Jahren in der Linzer Gasse, der Lehener-Großsiedlung aus den 1940-er Jahren bis hin zu neueren Bauten aus den 1950-er Jahren. Da ist jedenfalls viel Fingerspitzengefühl bei den Sanierungen nötig“, erklärt Schrank.

Diese Wohnungen werden zur Baustelle

Größter Brocken ist der Lehener Wohnblock gegenüber der TriBühne. Hier werden voraussichtlich ab Herbst 2018 das Gebäude und insgesamt 113 Wohnungen saniert sowie Dachgeschoßwohnungen wieder brauchbar gemacht. Für 14 Stiegenhäuser ist aufgrund des Denkmalschutzes ein extra konzipierter Brandschutz erforderlich. Die Arbeiten werden in Abstimmung mit dem Denkmalamt erfolgen.

32 Wohnungen umfasst die Sanierung in der Innsbrucker Bundesstraße 43, 43a, 45 und 45a. Hier sind zudem Balkonanbauten und eine Fassadenbegrünung geplant. Je zwölf Wohnungen beinhaltet die Sanierung Plainstraße 60 sowie Linzer Gasse 72 und 72 a. In der Linzer Gasse sind auch neun Geschäfte beheimatet, die ihren Betrieb während der Bauarbeiten ebenso aufrechterhalten können wie die Soziale Arbeit GmbH ihre „Übergangswohnungen“.

Markantester Sanierungsort wird das Klausentor, Ursulinenplatz 10, sein. Es beherbergt zwei Wohnungen und wird unter anderem ein neues Dach erhalten. Außerdem müssen der Dachstuhl restauriert und die Elektroinstallationen erneuert werden. Das Denkmalamt ist hier ebenfalls eingebunden.

In der Eniglstraße in Maxglan verfügt die Stadt über ein derzeit bestandsfreies Objekt. Es wird saniert und nachverdichtet. So können bis zu fünf Wohnungen neu geschaffen werden. Die ebenfalls sanierungsbedürftige ehemalige Feuerwache Itzling in der Kirchenstraße wird mit einem Zubau nachverdichtet und künftig zehn neue Wohnungen beherbergen.

Verwaltet werden die Objekte überwiegend von der Kommunalen gswb Liegenschaftsverwaltung GmbH (KgL). Die KgL ist eine Tochterfirma von Stadt (80 %) und gswb (20 %). Sie übernimmt auch die Bauherrn-Rolle und wird dabei von der Stadt Salzburg Immobilien GmbH SIG unterstützt.

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