Scheinehe in Salzburg aufgedeckt

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Um einen Aufenthaltstitel zu bekommen ließ sich ein 35-Jähriger von seiner Frau scheiden (Symbolbild).
Um einen Aufenthaltstitel zu bekommen ließ sich ein 35-Jähriger von seiner Frau scheiden (Symbolbild). - © APA/dpa-Zentralbild/Andreas Lander
Eine Scheinehe konnte nun aufgeklärt werden. Ein 35-Jähriger ließ sich in seiner Heimat scheiden und heiratete eine Österreicherin. Diese Ehe wurde wiederum geschieden, daraufhin beantragte er in Salzburg eine Familienzusammenführung.

Ein 35-jährige Bosnier heiratete 2012, nachdem er seine vorhergehende Ehe scheiden ließ, in Wien eine Österreicherin. Wie die Polizei Salzburg in einer Aussendung berichtete, waren die beiden drei Jahre lang ein Paar, danach reichten sie die Scheidung ein. Während der aufrechten Ehe erhielt der Mann einen Aufenthaltstitel in Österreich.

35-Jähriger heiratet Exfrau

Nur kurze Zeit nachdem die Scheidung rechtskräftig war, heiratete der 35-Jährige wieder seine Exfrau in Bosnien und stellte bei der Bezirkshauptmannschaft Salzburg einen Antrag auf Familienzusammenführung. Die Beamten der Schengen Fahndung (AGM) ermittelten in dem Fall und informierte die zuständige Staatsanwaltschaft in Wien, diese stellte das Verfahren jedoch wegen Verjährung ein, heißt es in der Polizeiaussendung.

Zusammenführung in Salzburg beantragt

Aufgrund der Einstellung des Verfahrens führten die Beamten weitere Ermittlungen durch. Dabei legte die in Wien lebende Österreicherin gegenüber den Fahndern ein Geständnis ab. Sie gab an, den Bosnier geheiratete zu haben, damit dieser einen Aufenthaltstitel erhalte und zu einem späteren Zeitpunkt seine frühere Familie nachholen könne.

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