Schelling in Sachen Griechenland “vorsichtig optimistisch”

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Es geht um das nächste Rettungspaket
Es geht um das nächste Rettungspaket - © APA (dpa)
Finanzminister Hans Jörg Schelling (ÖVP) hat sich “vorsichtig optimistisch” über eine Einigung für Griechenland gezeigt. Vor Beginn der Eurogruppe am Donnerstag in Luxemburg sagte Schelling, die letzten Tage hätten gute Fortschritte gebracht, “aber, wie die letzte Sitzung gezeigt hat, steckt der Teufel im Detail”. Die Frage sei auch, wieweit sich die einzelnen Seiten bewegen.

Offen sei nach wie vor die Frage des IWF. Hier könnte man aber einen vernünftigen Kompromiss finden, “den ich schon das letzte Mal vorgeschlagen habe. Dass zumindest ein politisches Papier gemeinsam akzeptiert wird. Das könnte erreicht werden”, so Schelling.

Schelling erwartet kein Ergebnis

Neue Forderungen gegenüber Griechenland findet Schelling “nicht besonders fair”. Man könne nicht immer weitere Maßnahmen verlangen. “Dann werden die Maßnahmen realisiert und man ist damit nicht zufrieden. Irgendwann muss der Punkt erreicht sein, wo man sagt, es ist erledigt oder nicht.”

Dies liege nicht am Geldgeber ESM oder an der Eurogruppe, sondern an der Teilnahme des IWF. Wenn der IWF noch Zeit brauche, “soll es recht sein”. Trotzdem “kann man heute zu einem Ergebnis kommen”. Dies müsste auch der Fall sein, denn “niemand möchte, dass über den Sommer irgendeine Art von Spekulation über die Zukunft Griechenlands erfolgt. Das haben wir alles schon einen Sommer mitgemacht und sollten wir diesmal vermeiden.”

Nachtsitzung für Eurogruppe steht an

Die Eurogruppe dürfte in Sachen Griechenland vor einer Nachtsitzung stehen. Allgemein wurde vor Beginn der Tagung der Finanzminister der Währungsunion die Hoffnung auf ein positives Ergebnis geäußert. Luxemburgs Finanzminister Pierre Gramegna brachte die Idee eines Zusatzpuffers über die im Raum stehende Auszahlung der nächsten Tranche von sieben Mrd. Euro ins Spiel.

Ungewöhnlich war auch die Aussage von Deutschlands Kanzlerin Angela Merkel vor der Sitzung, die eine Lösung für Griechenland forderte. Eurogruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem sprach sich für mehr Klarheit gegenüber Athen aus. IWF-Chefin Christine Lagarde hofft, dass man sich bei den letzten Differenzen annähere, so dass dem ganzen Prozess geholfen werden könne. Sie zeigte sich grundsätzlich optimistisch.

(APA)

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