Schon letztes Jahr gab es trotz (oder wegen?) der Schlechtwettersperre massive Staus in und um der Stadt Salzburg.
Eine weitere Sperre gilt zudem ab Dienstag für den Fußgängerdurchgang beim Nelböckviadukt. Touristen-Fahrzeuge werden von der Innsbrucker und Münchner Bundesstraße auf Park&Ride-Plätze abgeleitet. Im Rahmen der “Mittagsregelung” ist die Einfahrt bis 16. August in die Altstadt vom Müllner Hügel, Neutor und von der Staatsbrücke aus werktags von 10.00 Uhr bis 14.00 Uhr nur mehr für Berechtigte erlaubt.
Das Fahrverbot soll verhindern, dass besonders an Regentagen tausende Urlauber mit ihren Autos in das Zentrum der Mozartstadt strömen. Ausgenommen von Schlechtwettersperre sind laut Stadtverwaltung Fahrzeuge mit österreichischem Kennzeichen und den deutschen Kennzeichen “BGL” (Berchtesgadener Land) und “TS” (Traunstein). In die Innenstadt hinein dürfen auch Lastwagen, einspurige Fahrzeuge, öffentliche Linien, Omnibusse sowie Personen mit Hotelbuchungsbescheinigung und mit Wohnsitz oder Arbeitsstätte in der Stadt Salzburg sowie stark Gehbehinderte.
Die von der Schlechtwettersperre betroffenen Verkehrsteilnehmer werden an der Innsbrucker Bundesstraße nach der Himmelreichkreuzung auf den P&R Flughafen (400 Stellplätze) und an der Münchner Bundesstraße im Kreisverkehr Mitte auf den P&R Messe (3.000 Stellplätze) abgeleitet.
Um den Rückstau auf der Münchner Bundesstraße zur Westautobahn zu vermeiden, werden die Fahrzeuge von jenen Personen, die eine Hotelbuchungsbescheinigung in Händen halten, und auch jene Personen, die in der Stadt wohnen oder arbeiten, ebenfalls auf den Messeparkplatz abgeleitet, sie können aber über die Bessarabierstraße zu ihrem Zielort fahren.
Die Mittagsregelung, auch “Innenstadtsperre” genannt, wurde für diesen Sommer als zusätzliche Maßnahme gegen den Stau getroffen. Ausgenommen davon sind Menschen mit Berechtigung wie Bewohner, Arbeitnehmer und Arbeitgeber, Hotelgäste, Taxis, Lieferanten, Gehbehinderte oder der öffentliche Verkehr. Die Berechtigten müssen einen Nachweis bei sich haben. Die Polizei wird die ersten beiden Tage nur ermahnen, ab dem dritten Tag gibt es Anzeigen.
Eine weitere Sperre gibt es ab Dienstag, 17. Juli ab 8:30 ist beim Nelböckviadukt. Dann wird wegen weiterer Bauarbeiten der Fußgängerdurchgang gesperrt.
Das Nelböckviadukt am Salzburger Hauptbahnhof wird derzeit Schritt für Schritt erneuert und modernisiert. So wird bei jeder Bauphase ein weiteres Stück Gleisanlagen abgetragen – eine Hilfsbrücke eingebaut um danach im gesicherten Bereich darunter das Bauwerk voranzutreiben. Für die nun letzte Bauphase beim Viadukt kommt es aus Sicherheitsgründen zu einer Sperre des Fußgängerverkehrs im Bereich Nelböckviadukt. Im Zeitraum von Di 17.7.2012 ab 08:30 Uhr bis Do 26.7.2012 18:00 Uhr müssen statt dem Durchgang andere Wege benutzt werden.
Die Sperre ist für den letzten Bauabschnitt unbedingt erforderlich. Es findet ein Abbruch der Bestandsbrücke statt zudem wird eine umfangreiche Baugrubensicherung umgesetzt. Die ÖBB Projektleitung ersucht die Bürger um Verständnis, die Sperre ist aus Sicherheitsgründen unbedingt notwendig und so kurz wie möglich vorgesehen. Für den Straßenverkehr bleibt die Sperre bis Ende 2012 weiter bestehen.
Das neue Bahnhofsviadukt wird für Autofahrer, Fußgänger und Radfahrer massiv an Attraktivität gewinnen. S-Bahn-Kunden werden nach der Gesamtfertigstellung direkt vom Viadukt aus einen Zugang zum neuen Nahverkehrsbahnsteig bekommen. Um die umfangreichen Bauarbeiten durchführen zu können, ist die Komplettsperre für den Straßenverkehr bis Ende 2012 erforderlich. Die Verbindung für Fußgänger kann mit einzelnen Einschränkungen zum Großteil aufrechterhalten werden. (SALZBURG24/APA)