Schluss mit Hotel Mama: Der Weg in die erste eigene Wohnung

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Kartons packen und los geht's in die erste eigene Wohnung!
Kartons packen und los geht's in die erste eigene Wohnung! - © Bilderbox/Symbolbild
Endlich raus aus „Hotel Mama”, rein in das Abenteuer „Erste eigene Wohnung”: Diesen Schritt gehen laut einer Umfrage von „FindMyHome.at” rund 80 Prozent der Österreicher bis zum 24. Lebensjahr. Doch was ist beim Verlassen der elterlichen vier Wände zu beachten, was kommt auf die „Nestflüchter” zu? Auf SALZBURG24 finden Sie hilfreiche Facts rund ums Ausziehen.




Auf eigenen Beinen zu stehen und endlich selbstständig zu sein bzw. mit der/dem Liebsten Tisch und Bett zu teilen, sind die Hauptgründe, warum junge Menschen ihr Elternhaus verlassen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Umfrage des Immobilienportals „ImmobilienScout24″. Auch der entfernt gelegene Studienort oder Arbeitsplatz macht einen Auszug von zu Hause oft notwendig. 15 Prozent gaben an, keine Lust mehr auf die Eltern zu haben. Bei drei Prozent der Befragten hätten die Eltern den Anstoß zur ersten eigenen Wohnung gegeben.

Es ist nicht nur Miete zu bezahlen

Schon bevor die eigentliche Wohnungssuche beginnt, sollte das mögliche Budget eingegrenzt werden. Denn neben der Warmmiete (inkl. Nebenkosten) sind des Weiteren auch Kosten für Strom und etwaige Versicherungen (Haftpflicht- bzw. Hausratversicherung), sowie GIS (Rundfunkgebühren) und Internet bzw. Handyrechnung miteinzubeziehen. Bei alledem sollte noch genügend für Lebensmittel, Toilettartikel, Putzmittel und Co. übrig bleiben. Nicht zu vergessen sind natürlich die Ausgaben, die man in der Freizeit tätigt, wie die Shoppingtour mit Freundinnen, der Kinoabend mit der/dem Liebsten, abendliche Lokalbesuche und dergleichen.

Provision: Maximal zwei Bruttomieten

Auch bei der Wohnungssuche an sich können zusätzliche Gebühren für die Vermittlung anfallen. Ein Makler darf maximal zwei Brutto-Monatsmieten als Provision verlangen, so die AK Salzburg. Bei Vermittlung durch den Hausverwalter darf die Provision maximal eine Monatsmiete betragen.

Für Wohnungsbesichtigungen empfiehlt es sich eine Beratung mitzubringen – nach dem Prinzip “Vier Augen sehen mehr als zwei”. Ob das nun ein Freund oder die Mama ist, bleibt jedem selbst überlassen. Denn die Euphorie über den Auszug von daheim kann einem den Blick für das Wesentliche gewaltig trüben.

Ist die passende Wohnung endlich gefunden – ob über private Kontakte, Suche im Internet, in Inseraten oder durch die Vermittlung eines Maklers – ist bei Abschluss des Mitvertrages eine Gebühr an das Finanzamt zu entrichten, damit der Vertrag Gültigkeit erlangt. Der Betrag ist von der Höhe des Mietzinses abhängig.

Kaution beim Vermieter hinterlegen

Bei der Schlüsselübergabe fällt eine Kaution gegenüber dem Vermieter an. Diese beträgt meist zwei bis drei Monatsmieten (maximal sechs Bruttomonatsmieten) und kann je nach Absprache bar oder in Form eines Sparbuchs hinterlegt werden. Die Kaution stellt für den Vermieter eine Sicherheitsleistung dar, für etwaige Schäden, die in der Wohnung angerichtet werden. Beim Auszug aus der Wohnung wird der Betrag wieder retourniert – sofern der Zustand der Wohnung einwandfrei ist.

Um sich Auseinandersetzungen um Abzüge von der Kaution zu ersparen, sollte bei Mietbeginn und auch bei der Rückgabe die Beschaffenheit der Wohnung exakt (z.B. durch Fotos oder ein beidseitig unterzeichnetes Übernahmeprotokoll) festgehalten werden, rät der Konsumentenschutz der AK Salzburg.

Die wichtigsten Behördengänge

Der Wechsel des Hauptwohnsitzes muss bei der Meldebehörde (Magistrat bzw. Gemeindeamt im jeweiligen Ort) angezeigt werden. Die Abmeldung des alten Wohnsitzes und die Neuanmeldung erfolgen in einem Schritt. Benötigt werden lediglich Reisepass und Geburtsurkunde. Kosten fallen dafür keine an. Erfolgen soll dies bis zu drei Tage nach Bezug der neuen Wohnung.

Änderung der Adresse bekannt geben:

  • Adressänderung in der Kfz-Zulassungsbescheinigung eintragen lassen und bei der Fahrzeugversicherung bekannt geben bzw. Kfz-Abmeldung und Zulassung am neuen Wohnort
  • Arbeitgeber oder Arbeitsmarktservice
  • Krankenkasse/Pensionsversicherung
  • Banken und Versicherung
  • Finanzamt
  • Bei der entsprechenden Stelle der Glaubensgemeinschaft (z.B. Kirchenbeitragsstelle)
  • Schule/Universität
  • Änderung von laufenden Abonnements (z.B. Zeitungen, Zeitschriften, Theater)
  • bei Vereinen, Klubs (z.B. Kundenkarten, Automobilklub, Sportverein, Bücherklub)
  • Ärzten

Strom und GIS nicht vergessen

Um in der neuen Wohnung auch das Licht einschalten zu können, sollte nicht vergessen werden, sich bei einem Stromanbieter anzumelden. Bei der Salzburg AG funktioniert dies beispielsweise telefonisch oder per Mail. Weitere Infos finden Sie hier!

Beim Besitz eines Radios oder eines Fernsehers muss die Rundfunkgebühr über die GIS (Gebühren Info Service) entrichtet werden. Hier finden Sie Informationen zur Anmeldung!

Ist das alles erledigt, steht dem Auszug aus “Hotel Mama” nichts mehr im Wege. Mit einem großen Fahrzeug und ein paar helfenden Händen kann das Abenteuer der ersten eigenen Wohnung beginnen.

Wer sich noch fragt, was man in einer Wohnung außer Bett und Schrank alles benötigt, findet hier eine hilfereiche Checkliste!

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