Nach den Schüssen auf den Zug in Salzburg und Bayern ermittelt die Polizei weiter. - © Bilderbox
Die auf drei Waggons verteilten 13 Einschusslöcher in sechs Scheiben sind jeweils etwa 2 Millimeter im Durchmesser groß. Von der Doppelverglasung hatten die kleinen Geschosse lediglich den äußeren Teil der Scheiben durchschlagen. Auch an den Metallwänden der Wägen ist es offenbar zum Aufprall mehrerer Projektile gekommen, wobei diese nur kleinere Lackschäden hinterlassen hatten. Der Umfang, die Streuung und die geringe Wucht der Einschüsse lassen vermuten, dass es sich um kleinkalibrige Munition handeln dürfte, die der Größe von Schrot- oder Luftgewehrkugeln entsprechen.
Die Absuche des Gleisbereichs und dessen Umfeld auf einer Länge von rund 25 Kilometern brachte keine neuen Erkenntnisse. Die Beamten erhofften sich von der Suche, Absplitterungen vom Zug oder Patronenhülsen aufzufinden, um den Tatort genauer eingrenzen zu können. Nach Schätzungen einer Zeugin im Zug ist der EuroCity kurz vor 20:00 Uhr, etwa fünf bis zehn Minuten nach Verlassen des Priener Bahnhofs, getroffen worden. Eine exakte Bestimmung des Orts der Schussabgabe kann daher derzeit nicht vorgenommen werden.
Die Bundespolizei ermittelt weiterhin wegen eines gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. Hinweise aus der Bevölkerung nimmt die Bundespolizeiinspektion Rosenheim unter der Rufnummer 0049/80 31/80 26 21 02 entgegen.