Schuldspruch für Ex-ÖOC-Funktionär wegen Steuerhinterziehung

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Jungwirth war von 1982 bis 2009 Generalsekretär des ÖOC
Jungwirth war von 1982 bis 2009 Generalsekretär des ÖOC - © APA (Archiv)
Wegen Abgabenhinterziehung ist der ehemalige Generalsekretär des Österreichischen Olympischen Komitees (ÖOC) Heinz Jungwirth am Dienstag in einer Schöffenverhandlung in Korneuburg schuldig gesprochen worden. Der langjährige Funktionär wurde rechtskräftig zu einer Geldstrafe von 450.000 Euro bzw. im Fall der Uneinbringlichkeit zu einer Ersatzfreiheitsstrafe von sechs Monaten verurteilt.

Jungwirth wurde schuldig gesprochen, fast 1,7 Millionen Euro an Einkommensteuer nicht gezahlt zu haben. Richter Manfred Hohenecker sprach von einem “Urteil mit Augenmaß”. Demnach wäre eine Strafe bis zum Zweifachen des Verkürzungsbetrages, also mehr als 3,3 Millionen Euro, möglich gewesen. Mildernd wirkte sich das Geständnis des 65-Jährigen aus. Deshalb habe man von einer primären Freiheitsstrafe abgesehen, erklärte der Richter. Anklagebehörde und Verteidigung verzichteten auf Rechtsmittel, somit ist das Urteil rechtskräftig.

Drei Millionen Euro von ÖOC-Bankkonten abgehoben

Der Angeklagte habe sich Gelder von Vereinskonten des ÖOC illegal privat zugeeignet, führte der Staatsanwalt aus. Egal aus welcher Quelle Einkünfte kommen – erhalte man im Rahmen eines Dienstverhältnisses Vorteile, dann habe man Steuer zu bezahlen, sagte der Vertreter der Anklagebehörde in der Schöffenverhandlung.

Die Anklage bezieht sich auf die Jahre 2003 bis 2009. In diesem Zeitraum soll der Niederösterreicher laut Staatsanwaltschaft mehr als drei Millionen Euro von ÖOC-Bankkonten abgehoben bzw. auf seine Privatkonten überwiesen und diese nicht im Wege der Veranlagung im Sprengel des Finanzamtes Hollabrunn Korneuburg Tulln erfasst haben. Laut Anklagebehörde handelt es sich dabei um steuerpflichtige Einnahmen im Rahmen der Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit.

Jungwirth sitzt in JA Hirtenberg

Jungwirth war von 1982 bis 2009 Generalsekretär des ÖOC. Im Juli 2013 bestätigte das Wiener Oberlandesgericht die 2012 vom Wiener Straflandesgericht verhängte Freiheitsstrafe von fünf Jahren unbedingt für den ehemaligen Funktionär, der wegen Untreue mit 3,3 Millionen Euro Schaden schuldig erkannt worden war. Der 65-Jährige sitzt derzeit in der Außenstelle Münchendorf der Justizanstalt Hirtenberg in Haft.

(APA)

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