4. August 2012 01:32; Akt.: 4.08.2012 09:48

Schwaiger-Schwestern im Beach-Viertelfinale

Die Beach-Volleyball-Schwestern Doris und Stefanie Schwaiger sind ihrem Medaillentraum bei den Olympischen Spielen in London einen Schritt näher gerückt.

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Die Niederösterreicherinnen stehen wie vor vier Jahren in Peking im Viertelfinale. Im Achtelfinale auf dem Horse Guards Parade setzten sich die Schwaigers am Freitag gegen die Russinnen Anastasia Wasina/Anna Wosakowa mit 2:1 (17,-16,9) durch.

Schwaiger-Schwestern siegen im “Tollhaus”

“Es ist ein unglaubliches Gefühl. Ich kann meine Emotionen gar nicht beschreiben”, versicherte Stefanie Schwaiger. “Ich liebe es, hier zu spielen.” 15.000 Zuschauer hatten den Paradeplatz im Zentrum Londons wieder einmal in ein Tollhaus verwandelt. “Ich hoffe, dass wir noch länger hierbleiben können”, erklärte Schwester Doris. “Jetzt ist alles möglich.”

Im Kampf um den Halbfinaleinzug treffen die Waldviertlerinnen am Sonntag entweder auf die als Nummer zwei gesetzten Chinesinnen Zhang Xi/Xue Chen oder die russischen Shooting-Stars Jekaterina Chomjakowa/Jewgenia Ukolowa, die zuletzt den Grand Slam in Klagenfurt für sich entschieden hatten. Gegen beide Teams haben die Niederösterreicherinnen bereits gewonnen.

Wasina/Wosakowa waren als Gruppensieger ins Achtelfinale gekommen, die Schwaigers dagegen mussten in der Lucky-Loser-Runde nachsitzen. “Jetzt sind wir dort, wo wir hinwollen – auch von unserem Spiel her”, sagte Doris Schwaiger. Nach einem nervösen Start und 6:10-Rückstand drehten die Niederösterreicherinnen den ersten Satz. Lediglich im zweiten Durchgang waren die Russinnen besser im Spiel.

Schwestern ließen sich nicht aus der Ruhe bringen

Im dritten Durchgang ließen sich die Schwaiger-Schwestern auch von einigen strittigen Schiedsrichterentscheidungen nicht aus der Ruhe bringen. Den ersten Matchball entschied dafür eine Netzberührung der Russinnen. “Wir haben sehr großen Kampfgeist gezeigt”, verriet Verteidigungsspielerin Doris Schwaiger das Erfolgsgeheimnis. “Wir haben es einfach unbedingt gewollt. Wir hatten zu kämpfen, aber zum Glück haben wir ein paar Bälle ausgegraben.”

“Alles, was jetzt noch kommt, ist Draufgabe”

Im Finish funktionierten dann auch die Blocks von Stefanie besser als zuvor. “Alles, was jetzt noch kommt, ist Draufgabe”, erklärte die 25-Jährige. Als Olympia-Ziel hatte sich Österreichs Nummer-eins-Duo den Achtelfinaleinzug gesetzt. 2008 in Peking waren die Schwaigers im Viertelfinale an den topgesetzten Lokalmatadorinnen Tian Jia/Wang Jie gescheitert. Die beste rot-weiß-rote Olympia-Platzierung im Beach-Volleyball haben sie mit Rang fünf bereits eingestellt.

(APA)

 



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