19. Oktober 2012 14:02; Akt.: 19.10.2012 14:02

Schwarzenberg will tschechischer Präsident werden

Tschechiens Außenminister Karel Schwarzenberg will tschechischer Staatspräsident werden. Tschechiens Außenminister Karel Schwarzenberg will tschechischer Staatspräsident werden. - © EPA
Der tschechische Außenminister Karel Schwarzenberg möchte sich als möglicher künftiger Staatspräsident dafür einsetzen, dass Tschechien den Respekt innerhalb der EU sowie in der Welt zurückgewinnt. Dies erklärte Schwarzenberg am Freitag auf einer Pressekonferenz, mit der er offiziell seinen Wahlkampf für das Amt des Staatsoberhauptes begonnen hat.

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“Der Begriff EU als ein Suprastaat ist mir fremd”, betonte Schwarzenberg in Anspielung auf die häufige Argumentation des EU-kritischen amtierenden Präsidenten Vaclav Klaus.
Als möglicher Staatschef würde Schwarzenberg nach eigenen Worten an den ehemaligen Präsidenten Vaclav Havel anknüpfen, der von 1989 bis 2003 tschechoslowakischer bzw. tschechischer Staatspräsident war. Havel sei für ihn ein “unerreichbares Vorbild”. “Wir müssen uns die Freiheit bewahren, für die wir so lange gekämpft haben”, so Schwarzenberg.

Geringe Chancen für Schwarzenberg

Die Meinungsforscher sprechen dem Außenminister jedoch nur geringe Chancen zu, die Präsidentenwahl im Jänner 2013 zu gewinnen. Schwarzenberg steht an der Spitze der liberalkonservativen Partei TOP 09, die bei den Regionalwahlen und der ersten Runde der Teilsenatswahlen vor einer Woche eine herbe Niederlage einstecken musste.

Ehemalige Regierungschefs als Favoriten

Als Favoriten bei der Wahl, in der Tschechiens Staatspräsident erstmals direkt vom Volk gewählt wird, gelten die ehemaligen Regierungschefs Jan Fischer und Milos Zeman. Beobachter rechnen damit, dass die beiden in einer Stichwahl gegeneinander antreten werden. Der Modus ist vergleichbar mit Österreich oder Frankreich: Sollte in der ersten Runde keiner der Bewerber mehr als 50 Prozent Stimmen erhalten, findet zwei Wochen später eine Stichwahl zwischen den beiden bestplatzierten Kandidaten statt. Die Amtszeit von Vaclav Klaus endet am 7. März.

(APA)



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