Schwedische Ermittler befragen WikiLeaks-Gründer Assange

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Der Australier ist seit vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft
Der Australier ist seit vier Jahren in der ecuadorianischen Botschaft - © APA (AFP)
Mehr als vier Jahre nach seiner Flucht in die ecuadorianische Botschaft in London wird WikiLeaks-Gründer Julian Assange dort erstmals zu Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihn vernommen. Die schwedische Oberstaatsanwältin Ingrid Isgren traf am Montag in der diplomatischen Vertretung ein und kann ihre Fragen über einen Kollegen aus dem lateinamerikanischen Staat stellen.

Dieser übermittelt die Antworten später nach Schweden. Die Befragung soll voraussichtlich bis Dienstag oder Mittwoch dauern. Assange weist die Vorwürfe als politisch motiviert zurück.

Der Australier Assange hatte die US-Regierung im Jahr 2010 wegen der Veröffentlichung Hunderttausender geheimer Nachrichten gegen sich aufgebracht. Er wehrt sich gegen eine Auslieferung nach Schweden, weil er von dort nach eigenen Worten in die USA gebracht werden könnte, wo im Zusammenhang mit dem WikiLeaks-Fall ermittelt wird. Die Vergewaltigungsvorwürfe aus Schweden hat der 45-Jährige zurückgewiesen.

Assange war im August 2012 in die Botschaft geflohen, um der Auslieferung nach Schweden zu entgehen. Seitdem sind die diplomatischen Bemühungen um eine Lösung des Falles kaum vorangekommen. UNO-Experten kritisierten im Februar, dass Assanges Aufenthalt in der Botschaft einer willkürlichen Verhaftung gleichkomme und er auf freien Fuß gesetzt werden sollte.

Selbst wenn Schweden die Ermittlungen einstellen sollte, ist nicht ausgemacht, dass Assange freikommt. Die britischen Behörden könnten ihn festnehmen lassen. Hintergrund sind Verstöße gegen die Auflagen, die sie ihm 2012 für seine vorläufige Freilassung gemacht hatten.

(APA/dpa/ag.)

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