Das Beben trug sich nach russischen Angaben am Dienstag unter dem Ochotskischen Meer östlich von Russland zu. Weder im Fernen Osten noch auf der Pazifik-Halbinsel Kamtschatka bestehe Tsunami-Gefahr, berichteten russische Medien. Leichte Erdstöße waren Berichten von Bewohnern zufolge noch in der sibirischen Stadt Nowosibirsk zu spüren – knapp 4.000 Kilometer vom Epizentrum der Insel Sachalin entfernt. Die russischen Behörden gaben die Stärke des Bebens zunächst mit 7,3, später mit 6,3 an. US-Geologen ordneten den Erdstößen die Stärke 7,7 zu.
Am 11. März 2011 war Japan von einem gewaltigen Erdbeben der Stärke 9,0 erschüttert worden. Ein dadurch ausgelöster Tsunami riss mehr als 15.800 Menschen in den Tod. Im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi kam es damals zum Größten Anzunehmenden Unfall (GAU). Weite Gebiete nahe der Atomruine sind noch immer so verstrahlt, dass eine Rückkehr der Menschen als höchst ungewiss gilt.