Tsunami-Welle und Schäden nach Erdbeben in Neuseeland

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Berichte über Schäden gibt es aus mehreren Landesteilen
Berichte über Schäden gibt es aus mehreren Landesteilen - © APA (AFP)
In Neuseeland hat ein starkes Erdbeben nach ersten Berichten wohl erhebliche Sachschäden angerichtet. Der Erdstoß auf der Südinsel nahe der Stadt Christchurch in der Nacht zum Montag (Ortszeit) hatte eine Stärke von 7,9, wie das Deutsche Geoforschungszentrum mitteilte. In Neuseeland selbst war von 6,6 die Rede. Nun rollt ein Tsunami auf die Inseln zu, dessen erste Welle die Südinsel erreicht hat.

Sie könne auch weitere Küstenbereiche der Nord- und Südinsel sowie die die knapp 900 Kilometer östlich im Pazifik gelegenen Chatham Islands in Kürze treffen, teilte der neuseeländische Zivilschutz am Sonntag (MEZ) mit. Über Stunden könnten weitere Wellen auflaufen, die erste Welle müsse nicht die größte sein. “Begeben Sie sich sofort ins Inland oder zu höheren Punkten”, warnte der Zivilschutz die Küstenbewohner.

Neuseeland: Keine Meldungen zu Verletzten oder Toten

Den Experten zufolge ereignete sich das Beben in einer Tiefe von zehn Kilometern, das Zentrum lag demnach nördlich von Christchurch. Menschen in der Region berichteten in den sozialen Medien von sehr heftigen Erdstößen. Im Internet kursierten Bilder von Schäden in Wohnungen: umgefallene Ziegelmauern, eingerissene Plafonds, beschädigtes Mobiliar. Meldungen über Verletzte oder Tote gab es zunächst nicht.

Stromausfall in mehreren Städten

Nach ersten Medienberichten aus Neuseeland war das Beben nicht nur in Christchurch auf der Südinsel, sondern auch in Wellington, Taranaki, Hamilton und Auckland auf der Nordinsel sehr deutlich zu spüren. Im Onlineportal “stuff.co.nz” waren erste Fotos der Schäden zu sehen. Sie zeigten unter anderem zerbrochene Glasscheiben in einem Gebäude in Wellington. Ein Twitter-Nutzer schickte Bilder seines verwüsteten Hauses. In der Region Taranaki fiel in mehreren Städten der Strom aus.

Der neuseeländische Zivilschutz warnte vor einem Tsunami. Er rief die Bevölkerung an der Ostküste der Südinsel dazu auf, sich sofort von der Küste in höher gelegene Gebiete im Inland zu begeben. “Gehen sie sofort zum nächsten höher gelegenen Punkt oder so weit landeinwärts wie Sie können”, hieß es in der Mitteilung.

In Hamilton (Nordinsel) gab es für Wayne Timmo ein unsanftes Erwachen, als die Küchenmarkise gegen das Fenster schlug. “Das Wasser im Swimming Pool des Nachbarn schwappte hin und her und die vom Erdbeben geweckten Leute liefen auf die Straße”, sagte er. Die Reporterin Rachel Thomas berichtete “stuff.co” aus Hataitai am Stadtrand von Wellington, sie und ihre Mitbewohner seien vom Ächzen des Daches geweckt worden. “Unser Nymphensittich fiel von seiner Stange. Wir drei drängen uns im Morgenmantel unter dem Küchentisch mit einem zitternden Vogel zwischen uns.”

Schweres Beben im Jahr 2011

Eine Polizeisprecherin in Christchurch, der größten Stadt der Südinsel Neuseelands, sagte, bis auf ein Loch in einer Straße seien noch keine Schäden gemeldet worden. “Seien Sie nur vorsichtig auf den Straßen wegen möglicher Schäden”, sagte sie. Ein Beben der Stärke 6,3 hatte im Jahr 2011 in der Gegend um Christchurch schwere Schäden angerichtet. 185 Menschen starben damals, etwa 10.000 Häuser wurden stark beschädigt.

(APA/ag.)

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