Zum krönenden Abschluss seiner Karriere ist der 28-Jährige erstmals bei kontinentalen Langbahn-Titelkämpfen dabei, dazu kommt die Teilnahme an den Kurzbahn-Europameisterschaften 1998 in Sheffield und 2004 in Wien. In den Niederlanden tritt er über 50 und 100 m Rücken an.
Einen letzten Schub bekam Schmichs Laufbahn durch seinen Wechsel im Herbst 2006 in die Südstadt. Zwar blieb er der Schwimmunion Salzburg treu, doch durch den Trainingsortwechsel zum Coach-Duo Robert Michlmayr/Walter Bär steigerte er sich noch einmal deutlich. Michlmayr: “Olli ist früher zu viele Strecken geschwommen, war nicht fokussiert. Bei uns hat er sich auf die Rückenlage konzentriert.”
Der Erfolg gab diesem Weg recht. Im Rückensprint verbesserte sich Schmich in den eineinhalb Südstadt-Jahren um 6/10 Sekunden, mit seiner im vergangenen Juli bei den Staatsmeisterschaften im Wiener Stadionbad fixierten Bestzeit von 26,17 Sekunden entriss der Magister der Sportwissenschaften Markus Rogan sogar den nationalen Rekord. 13 Tage später schlug Rogan bei der Universiade in Bangkok mit 26,12 zurück.
Schmichs Zeit bedeutete aber das EM-Limit und damit die Karriere-Verlängerung. “Ich wollte eigentlich schon im Herbst aufhören, da ist mir aber die EM-Qualifikation dazwischen gekommen”, merkte Schmich in Eindhoven schmunzelnd an. Im Oktober hatte er bei den Militär-Weltspielen in Hyderabad/Indien seine erste internationale Medaille geholt, hat nun Bronze über 50 m Rücken daheim hängen.
Wohl jeder aus dem Schwimmlager gönnt ihm diesen Podestplatz, denn oft hatte der sympathisch und bescheiden wirkende Athlet bei Qualifikationen Hundertstel-Pech. In Eindhoven hofft er nun auf das Semifinale über 50 m Rücken. “Ich werde danach schon noch für meinen Verein starten, aber meine Konzentration gilt dann meiner über das HSZ absolvierten beruflichen Bildung der Europäischen Studien in Wien.” Im Herbst will er damit fertig sein.