Seit 2000: Über 850 Verkehrstote in Salzburg

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Über 850 Menschen verloren seit dem Jahr 2000 auf Salzburgs Straßen ihr Leben.
Über 850 Menschen verloren seit dem Jahr 2000 auf Salzburgs Straßen ihr Leben. - © Bilderbox
Dieser Tage wird der Verstorbenen gedacht. Allein in Salzburg kamen seit dem Jahr 2000 rund 850 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben, heuer waren es im Bundesland bereits 27.

Der VCÖ spricht sich im Zuge dessen für mehr Maßnahmen gegen Schnellfahren, Ablenkung und Alkohol am Steuer aus. Insgesamt ist in unserem Verkehrssystem mehr Rücksicht auf Kinder und ältere Menschen nötig.

“Der Unfalltod ist für Angehörige besonders schlimm. Ein Mensch, der gestern noch mitten im Leben stand, mit dem man geredet und gelacht hat, ist plötzlich nicht mehr da”, erinnert VCÖ-Sprecher Christian Gratzer an den Schmerz der Angehörigen von Unfallopfern. Der VCÖ weist darauf hin, dass in Salzburg seit dem Jahr 2000 insgesamt 853 Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben gekommen sind. Heuer kostete der Straßenverkehr bereits 27 Menschen das Leben. “Das Ziel kann nur lauten, kein Mensch kommt bei einem Verkehrsunfall ums Leben”, betont VCÖ-Sprecher Gratzer.

Die meisten Todesopfer im Straßenverkehr gab es in den vergangenen 15 Jahren im Jahr 2004 als 81 Menschen ums Leben kamen. Die wenigsten tödlichen Verkehrsunfälle gab es im Jahr 2014 als 27 Menschen auf Salzburgs Straßen bei Verkehrsunfällen starben. Die meisten Todesopfer gab es im Flachgau zu beklagen.

Jedes zweite Todesopfer saß in Pkw

Die Analyse der Unfalldaten der vergangenen 15 Jahre zeigt, dass knapp mehr als Hälfte der Todesopfer Pkw-Insassen waren, berichtet der VCÖ. 18 Prozent der Todesopfer verunglückten mit Motorrad oder Moped. Jedes sechste Todesopfer war Fußgänger. Um die schwächsten Verkehrsteilnehmer mehr zu schützen, braucht es im Ortsgebiet eine fußgängerfreundliche Verkehrsplanung, mit Verkehrsberuhigung und einem dichten Netz an ausreichend breiten Gehwegen. Die Sicherheit von Kindern und älteren Menschen sollte im Zentrum der Verkehrssicherheitsarbeit stehen. Ein kinder- und seniorengerechtes Verkehrssystem ist auch für alle anderen Altersgruppen sicherer, betont der VCÖ.

Zentral ist zudem, dass jede Bushaltestelle sicher und gut über einen Gehweg erreichbar ist und jede Siedlung das nächstgelegene Ortszentrum sicher zu Fuß erreichen kann. Niemand, schon gar kein Kind, soll gezwungen sind, am Rand einer Freilandstraße gehen zu müssen, weil es keinen Gehweg gibt. Der VCÖ spricht sich für mehr Investitionen in die Errichtung und den Ausbau von Gehwegen aus.

VCÖ: Handy am Steuer gleiche 0,8 Promille

Nötig sind auch verstärkte Maßnahmen gegen Schnellfahren, Alkohol am Steuer sowie gegen Ablenkung, insbesondere gegen die Benützung des Smartphones am Steuer. All das sind keine Kavaliersdelikte, sondern gefährden das eigene Leben sowie Leben und Gesundheit aller anderen Verkehrsteilnehmer. “Wer beim Autolenken mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert so langsam wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille. Wer gar SMS oder E-Mail schreibt, ist bis zu zwei Sekunden im Blindflug unterwegs und reagiert so schlecht wie  Alkolenker mit zwei Promille”, verdeutlicht VCÖ-Sprecher Gratzer. Der VCÖ fordert daher, dass Handy am Steuer ins Vormerksystem aufgenommen wird.

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