Seit wann der Muttertag gefeiert wird

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Der heutige Muttertag geht auf den englischen "Mothering Day" zurück. (Symbolbild)
Der heutige Muttertag geht auf den englischen "Mothering Day" zurück. (Symbolbild) - © APA/Robert Jäger/Archiv
Der Muttertag hat eine lange Geschichte: Bereits im 17. Jahrhundert wird in England erstmals ein “Mothering Day” erwähnt, an dem alle Kinder und Enkelkinder sich bei den Eltern versammelten und feierten. In Österreich liegen die Anfänge im Jahr 1924.


Der Muttertag wird alljährlich am zweiten Sonntag im Mai begangen und ist ein von der Wirtschaft stark beworbenes und in der Bevölkerung ebenso beliebtes wie umstrittenes Datum. Dem Handel bringt er jährlich an die 185 Millionen Euro.

Muttertag geht auf englischen “Mothering Day” zurück

Die Grundlage des Muttertags ist aber alles andere als kommerziell. Erste Erwähnungen eines “Mothering Days” sind aus dem Jahr 1644 in England überliefert. An diesem Tag kamen alle Kinder und Enkel bei den Großeltern zusammen und feierten. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde er dort bereits im großen Rahmen begangen, bis er dann um 1900 in Amerika eingeführt wurde.

Die US-Frauenrechtlerin Ann Jarvis rief anlässlich des Todestags ihrer Mutter 1908 einen “General Memorial Day of all Mothers” – einen “Allgemeinen Gedenktag an alle Mütter” aus – und startete dafür eine groß angelegte Werbekampagne. Ein Jahr später wurde er in 45 amerikanischen Bundesstaaten offiziell begangen und 1914 zum beflaggten Staatsfeiertag erklärt.

Marianne Hainisch brachte Muttertag nach Österreich

In Europa setzte sich der “Muttertag” jedoch erst nach dem Ersten Weltkrieg durch. In Deutschland war er 1923, in Österreich 1924 zum ersten Mal offiziell gefeiert worden.

Hierzulande engagierte sich Marianne Hainisch (1839–1936) mit Unterstützung der Pfadfinder für die Einführung, wie Ulrike Kammerhofer-Aggermann, Leiterin des Salzburger Instituts für Volkskunde, zu berichten weiß. Hainisch war die Gründerin der österreichischen bürgerlichen Frauenbewegung, Friedensaktivistin und Mutter des ersten Bundespräsidenten der Republik Österreich, Michael Hainisch. 1933 wurde der Muttertag von den Nationalsozialisten zum Feiertag erklärt und während der Nazi-Diktatur für eigene Blut- und Boden-Propaganda missbraucht.

(APA/SALZBURG24)

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