Serben gegen Albaner: Polizei-Einsatz in Ottakring

Akt.:
3Kommentare
Belgrader Abbruch führte zu Wiener Ausschreitungen
Belgrader Abbruch führte zu Wiener Ausschreitungen
In Wien-Ottakring ist es in der Nacht auf Mittwoch zu einem größeren Einsatz aufgrund drohender Zusammenstöße zwischen Serben und Albanern gekommen. Zuvor eskalierte die Situation in Belgrad nach einem abgebrochenen EM-Qualifikationsspiel.

Aufgrund der Eskalation in Belgrad sammelten sich laut Polizei gegen 21.30 Uhr etwa 50 Albaner auf der Ottakringer Straße und warfen Flaschen gegen ein vermutlich serbisches Kaffeehaus. Es wurden auch pyrotechnische Sätze (Bengalen) gezündet.

 

In Wien-Ottakring herrschte Ausnahmezustand. (Foto: APA/Manhartsberger) In Wien-Ottakring herrschte Ausnahmezustand. (Foto: APA/Manhartsberger) ©

30 Anzeigen nach Ausschreitungen in Wien

Durch die große Präsenz konnte laut Polizei verhindert werden, dass die beiden Gruppen aufeinandertrafen. Laut einer ersten Bilanz gab es keine Verletzten und keine Festnahmen. Allerdings wurden etwa 30 Anzeigen wegen Verwaltungsübertretungen erstattet.

Großräumige Sperren in Ottakring

Die Randalierer konnten zwar vorerst gestoppt werden, gegen 22.30 Uhr sammelten sich aber mindestens 200 Serben ebenfalls im Nahbereich der Ottakringer Straße und versuchten, die inzwischen errichteten Polizeisperren zu durchbrechen. Um die drohenden Zusammenstöße zu vermeiden, wurden Kräfte der WEGA und der Diensthundeabteilung, die gesamte Bereitschaftseinheit sowie Streifenpolizisten aus allen Wiener Gemeindebezirken in Ottakring zusammengezogen. Darüber hinaus wurden die Ottakringer Straße und umliegende Straßenzüge sowie der äußere Gürtel teilweise für den gesamten Verkehr gesperrt.

Keine Verletzten, aber 30 Anzeigen

Durch die große Präsenz konnte laut Polizei verhindert werden, dass die beiden Gruppen aufeinandertrafen. Gegen . 23.30 Uhr hätten sich beide Lager zerstreut. Verletzte gab es demnach nicht, dafür aber zahlreiche beschädigte Pkw, darunter auch Polizeifahrzeuge. Um Mitternacht herrschte demnach auf der Ottakringer Straße wieder Ruhe, alle Straßensperren konnten aufgehoben werden. Es blieben jedoch Teile der zusammengezogenen Polizeikräfte vor Ort.

Nach den Zwischenfällen auf der Wiener Ottakringer Straße herrschte am Mittwoch wieder Normalität, berichtete die Polizei. Man beobachte das Straßenbild mit der normalen Streifentätigkeit. Laut einer ersten Bilanz gab es keine Verletzten, es wurde auch niemand festgenommen. Allerdings wurden etwa 30 Anzeigen wegen Verwaltungsübertretungen, etwa nach dem Pyrotechnikgesetz, erstattet. Bezüglich der 14 beschädigten Pkw, darunter auch Polizeiautos, wird noch wegen schwerer Sachbeschädigung ermittelt.

Krawalle auch in Salzburg-Lehen

Auch in der Stadt Salzburg kam es kurz nach dem abgebrochenen Qualifikationsspiel zu Auseinandersetzungen zwischen Albanern und Serben. Betroffen war der Stadtteil Lehen. Erste Anrufe gingen bei der Polizei am Dienstag ab 19 Uhr ein, als mehrere Pkw laut hupend durch die Ignaz-Harrer-Straße sowie umliegende Nebenstraße fuhren. Am Inge-Morath-Platz versammelte sich eine Gruppe von 15 bis 20 Jugendlichen. Dabei wurden Steine gegen Wohnungsfenster, sowie Hausfassaden geworfen. Sieben Streifenfahrzeuge waren umgehend vor Ort, die Störenfriede konnten jedoch flüchten. (APA)

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Verkehr hat Salzburg fest im G... +++ - Leogang: Rot-Kreuz-Mitarbeiter... +++ - Frau stürzt bei Brand in Hallw... +++ - Unwetter: Chiemsee Summer und ... +++ - NR-Wahl: Schnell-Liste tritt m... +++ - Berndorf: 35-Jährige bei Sturz... +++ - Sturm wütet in Salzburg: Knapp... +++ - Person in Salzburg-Lehen aus S... +++ - Drei Verletzte bei Brand in He... +++ - Neun Personen beim Atrium West... +++ - Notorischer Salzburger Kunstdi... +++ - VCÖ-Bahntest: Silber für Salzb... +++ - Postings in rechtsextremem For... +++ - Pfarrwerfen: Fünf Verletzte be... +++ - Summer Fusion: Freiluftparty i... +++
3Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel