Sex mit Vierjähriger? Salzburger soll Stieftochter vergewaltigt haben

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Die heute erwachsene Frau und ihre Mutter erhoben schwere Vorwürfe.
Die heute erwachsene Frau und ihre Mutter erhoben schwere Vorwürfe. - © Bilderbox
„Wenn die Mama nicht herhält, musst du es tun“: Ein 41-jähriger Salzburger soll seine vierjährige Stieftochter im Pongau vergewaltigt haben. Der Mann sieht darin aber einen Teil des Scheidungskrieges. Der Prozess wurde nun auf unbestimmte Zeit vertagt.

Mit einem mutmaßlichen Kindesmissbrauch, der schon 15 bis 20 Jahre zurückliegen soll, hat sich am Mittwoch ein Schöffensenat am Landesgericht Salzburg beschäftigt. Einem mittlerweile 41-jährigen Salzburger wird vorgeworfen, seine Stieftochter im Alter von vier bis zehn Jahren mehrmals schwer sexuell missbraucht und vergewaltigt zu haben. Der unbescholtene Angeklagte beteuerte seine Unschuld.

Sex mit Vierjähriger?

Der Vorwurf von Staatsanwältin Barbara Fischer an den Vater von insgesamt vier Kindern wiegt schwer. Der Beschuldigte habe den Geschlechtsverkehr mit der Tochter seiner damaligen Frau unter Gewaltanwendung durchgeführt. “Er hat gesagt, wenn die Mama nicht herhält, musst du es tun”, zitierte Fischer die Angaben des Opfers. Das Mädchen habe laut einem psychiatrischen Gutachten eine schwere posttraumatische Belastungsstörung erlitten, die einer schweren Körperverletzung gleichzusetzen ist.

Missbrauch im Kinderzimmer

Als Tatzeitraum gab die Staatsanwältin Ende November 1993 bis zur Scheidung des Angeklagten im Jahr 1999 an. Der Haustechniker lebte in diesem Zeitraum mit seiner damaligen Frau, der Stieftochter und den zwei gemeinsamen Kindern in einer Wohnung im Pongau. Dort soll es im Kinderzimmer zu den sexuellen Übergriffen gekommen sein. Dabei habe der Beschuldigte auch sein Autoritätsverhältnis ausgenutzt, sagte Fischer. Das Opfer habe erst im Juni 2013 seiner Mutter davon erzählt. Als das Mädchen noch beim Angeklagten wohnte, habe es vor ihm Angst gehabt, weil er aggressiv und auch gegen die Ehefrau gewaltsam vorgegangen sei, schilderte die Staatsanwältin.

Vergewaltigung oder Scheidungskrieg

Der 41-Jährige bestritt vor dem vorsitzenden Richter Roland Finster alle Vorwürfe. “Ich habe so etwas nie gemacht, ich habe kein Kind vergewaltigt, noch sonst etwas. Ich vermute, dass die Mutter dahinter steckt. Sie hat mir nach der Scheidung den Krieg erklärt. Zum Zeitpunkt der Anzeige waren die Alimente aus”, rechtfertigte sich der Salzburger. Seine Exfrau habe ihm vorgeworfen, er habe die Stieftochter zweimal vergewaltigt, und zwar als sie wegen der Geburt ihrer gemeinsamen zwei Söhne 1993 und 1995 im Krankenhaus gewesen sei.

„Gewisse Aussagen können nicht stimmen“

Der Verteidiger meinte, es gebe keinen handfesten Beweis für die angelasteten Taten. Man müsse sich ansehen, wie die Angaben des Opfers zustande gekommen seien. “Gewisse Aussagen können nicht stimmen.” Sein Mandant trage schon jetzt die Folgen des Verfahrens, er dürfe keinen Kontakt zu seinen Kindern haben. “Egal wie das Verfahren ausgeht, die Stigmatisierung bleibt”, so der Anwalt.

Das Verfahren wurde am Mittwoch auf unbestimmte Zeit vertagt. Es werden noch weitere Zeugen einvernommen, sagte Gerichtssprecherin Christina Rott. Der Angeklagte hatte seine Unschuld beteuert.

(APA)

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