Schild verpasst Podest: Shiffrin holt Slalomkugel

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Der US-Superstar hat wieder einmal leicht Lachen
Der US-Superstar hat wieder einmal leicht Lachen - © APA (Archiv/AFP)
Mikaela Shiffrin holt mit ihrem 31. Weltcup-Sieg auch die kleine Kugel im Slalom. Sie gewinnt in Ofterschwang vor Wendy Holdener aus der Schweiz und Frida Hansdotter. Für die Österreicherinnen reicht es im zweiten Durchgang nicht für das Podest. Bernadette Schild wird Sechste, Katharina Gallhuber als beste ÖSV-Dame Fünfte.

Mikaela Shiffrin hat sich wie erwartet zum fünften Mal die kleine Kristallkugel für den Gewinn der Slalom-Wertung im alpinen Ski-Weltcup abgeholt. Mit dem Sieg im vorletzten Rennen der Disziplin baute sie ihren Vorsprung auf Petra Vlhova am Samstag in Ofterschwang auf 225 Punkte aus.

Shiffrin knapp vor Holdener

Am Ende ihres Laufes wurde es noch knapp, nur 0,09 Sekunden rettete die Halbzeit-Führende Shiffrin vor der Schweizerin Wendy Holdener ins Ziel. Dritte wurde Olympiasiegerin Frida Hansdotter aus Schweden, die 0,72 Sekunden Rückstand aufwies. “Ich habe es gehört, wie es laut geworden ist. Ich habe den Sprecher gehört”, war sich Shiffrin der prekären Lage durchaus bewusst. Holdener hatte mit Startnummer 26 in der Entscheidung die Bestzeit hingeknallt.

Vlhova belegte schließlich den vierten Platz, hätte aber ohnehin darauf hoffen müssen, dass Shiffrin aus den Top Ten fällt. Nur dann hätte sie beim finalen Rennen in Aare am kommenden Samstag noch eine Chance auf die Slalom-Trophäe gehabt. Für Shiffrin war es die fünfte Kugel im Slalom – mehr hat nur die Schweizerin Vreni Schneider auf die Habenseite geschafft, die insgesamt sechs kleine Kristallkugeln gewann.

Shiffrin hält bei sieben Kugeln

Bereits seit dem Vortag stand die Atomic-Läuferin als Weltcup-Gesamtsiegerin fest. Mit den beiden Glasbechern aus dieser Saison, die sie kommende Woche in Schweden als dann schon 23-Jährige in Empfang nehmen wird, hat sie insgesamt sieben Kristallkugeln gewonnen. “Es ist noch immer mein Ziel, die Saison gut abzuschließen. Da muss man noch Feuer haben”, sagte Shiffrin, die am Dienstag ihren Geburtstag feiert.

Starkes Teamergebnis für ÖSV-Damen

Die ÖSV-Damen schnitten als Team so stark ab wie noch in einem Slalom in diesem Weltcup-Winter. Bernadette Schild beendete das Rennen als Sechste, Katharina Liensberger (10.), Carmen Thalmann (11.) und Katharina Truppe (13.) landeten im vorderen Mittelfeld. Das Quintett Gallhuber, Schild, Truppe, Liensberger und Thalmann wird auch beim Saison-Kehraus in Aare dabei sein. Katharina Huber verbesserte sich im zweiten Durchgang von Platz 26 auf 20. Nur Stephanie Brunner erwischte wieder keinen guten Tag und schied in der Entscheidung aus. Die Tirolerin musste bereits den sechsten Ausfall in einem Slalom nacheinander verzeichnen, wenn man auch die Olympischen Spiele hinzurechnet.

Die Ausgangslage vor dem zweiten Durchgang hatte ein noch besseres Resultat aus österreichischer Sicht möglich erscheinen lassen, hatten sich doch Gallhuber und Schild direkt hinter Shiffrin in Lauerstellung befunden. Im Finale fielen die beiden auf der schon ramponierten und vom Regen beeinträchtigten Piste von den Stockerlplätzen.

Gallhuber: “Medaille hat mich beflügelt”

Gallhuber hatte vor knapp drei Wochen in Südkorea Olympia-Bronze gewonnen. “Mich hat die Medaille sehr beflügelt. Das war so: Ja, ich kann vorne mitfahren. Ich habe mir gedacht, das will ich auch heute wieder zeigen”, verriet sie nach ihrem Lauf mit Startnummer eins. Nach dem Rennen resümierte sie mit einem lachenden, einem weinenden Auge. “Weil ich einfach Zweite war nach dem ersten Durchgang und es doch dann im zweiten ein bissel verkackt habe. Aber ich bin superhappy mit dem fünften Platz”, betonte sie.

Schild: “Ich weiß, dass ich schnell bin”

Schild nahm von Olympia nicht die Enttäuschung des Rückfalls nach hervorragender Zwischenzeit mit, sagte sie, sondern das Wissen, dass die Form stimmt. “Ich habe gewusst, Olympia war wirklich eine Topfahrt”, meinte die Salzburgerin. “Ich weiß, dass ich schnell bin.” Im Finale sei sie zu ungeduldig gewesen. “Es ärgert mich unglaublich, weil am Start hat mir der Servicemann noch eingeflüstert: Die engste Linie kannst du nicht fahren. Ich bin dann rausgestartet und habe mir gedacht: Natürlich kann ich das!”

(APA)

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