Shiffrin will auf Heimatboden großen Coup vollenden

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Shiffrin will sich den Gesamtweltcup holen
Shiffrin will sich den Gesamtweltcup holen - © APA (AFP)
Mikaela Shiffrin steht vor dem nächsten großen Coup. Olympiasiegerin und Dreifach-Weltmeisterin im Slalom ist die junge Skirennläuferin aus den USA bereits, bei den finalen Weltcup-Auftritten auf US-Schnee kann sie erstmals auch den Weltcup-Gesamtsieg einsacken. Den vorletzten Schritt vor dem Aspen-Finale will Shiffrin Freitag und Samstag bei Riesentorlauf und Slalom in Squaw Valley machen.

Die paradiesische Ski-Station am North Lake Tahoe ist zum erst zweiten Mal nach 1968 Weltcup-Gastgeber. Empfangen wurde der Damen-Tross in Kalifornien von Schneemassen wie schon lange nicht. Alleine seit vergangen Sonntag fiel nochmals über ein Meter Neuschnee, die Trainings-Strecken rund um die steile und anspruchsvolle Rennpiste “Red Dog” präsentierten sich dementsprechend weich.

Shiffrin mit komfortablen Vorsprung

Shiffrin kann bei 145 Punkten Vorsprung auf Veronika Velez-Zuzulova zumindest Samstag ihre vierte Kristallkugel für den Slalom-Weltcup bereits unter Dach und Fach bringen, Platz drei würde reichen. “Mika” würde damit zu ihrem Vorbild Marlies Schild aufschließen und Janica Kostelic überflügeln, nur noch die Schweizerinnen Erika Hess (5) und Vreni Schneider (6) hätten dann mehr Slalom-Kristallkugeln als die Amerikanerin gewonnen.

ÖSV-Damen heuer ohne Stockerlplatz

Die ÖSV-Damen sind in diesem Winter sowohl im Riesen- als auch im Spezialslalom noch ohne Podestplatz. Hoffnung, das zu ändern, haben in Abwesenheit der verletzten Technik-Asse Eva-Maria Brem und Carmen Thalmann vor allem Bernadette Schild und Stephanie Brunner. “Ziel ist und bleibt mein erstes Podest. Ob das diese Saison noch klappt, werden wir sehen”, sagte Brunner, die in Sölden (4.), Sestriere (8.), Semmering (5.) und der WM (5.) Top-Acht-Plätze geschafft hat.

Auch Schild hat zuletzt im Riesentorlauf mächtig zugelegt, der Slalom ist aber nach wie vor ihre Top-Disziplin. Zudem hat die Salzburgerin in der Pause seit der WM etwas am Material getestet, von dem sie sich viel erwartet. “Ich hoffe, damit einen Schritt weitergekommen zu sein. Ich habe mich jedenfalls die ganze Saison im Slalom noch nie so gut gefühlt”, gab sich Schild zuversichtlich.

Schild will “vorne mitreden”

Es werde spannend zu sehen, ob es funktioniere. “Nämlich ob ich damit bei den letzten zwei Slaloms den Schritt mache, um vorne mitreden zu können”, blickt Schild den letzten Saisonrennen neugierig entgegen. Der Neuschnee habe die vielen Wellen auf der spektakulären Rennpiste zwar etwas abgeflacht, “es schaut dennoch cool und selektiv aus”. Die Rennen werden aber voraussichtlich bei hohen Temperaturen über die Bühne gehen. “Es ist für uns alle eine neue Situation, an der US-Westküste Rennen zu fahren. Die Sonneneinstrahlung ist extrem stark, wir sind schon sehr weit südlich”, sagte Schild, die Squaw auch von sommerlichen Familienurlauben kennt. “Die kommenden Rennen jetzt sehe ich aber ohnehin schon als Beginn der neuen Saison.”

(APA)

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