WhatsApp: Online-Status gibt Einblicke in das Privatleben der Nutzer

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Whats App steht immer wieder im Fokus von Datenschützern.
Whats App steht immer wieder im Fokus von Datenschützern.
WhatsApp hat wieder einmal Probleme mit der Sicherheit: Laut einer neuen Studie könnten etwa Arbeitgeber oder Einbrecher über den Messenger-Dienst Profile von Nutzern ausspionieren.

Stell dir vor, dein Arbeitgeber weiß, wann du für gewöhnlich aufstehst, wie dein Tagesablauf ist und zu welchen Zeiten du auf WhatsApp besonders aktiv bist. Oder noch schlimmer, Einbrecher wissen das. Dann wären die meisten Nutzer wohl nicht besonders einverstanden damit.

Studie offenbart Lücken

Wie eine Studie der Uni Ulm nun herausfand, ist diese Vorstellung aber durchaus realistisch. Vier Wochen lang haben die Wissenschafter 19 Freiwillige überwacht und festgestellt: Allein mit den gesammelten Daten über die Nutzung ihrer Probanden können umfassende Nutzungsprofile erstellt werden, beweist die Studie.

Die Information, wann ein Nutzer wie lange online ist, wirkt auf den ersten Blick harmlos. Doch tatsächlich handelt es sich dabei um eine Variante sogenannter Metadaten, die enorme Einblicke in das Privatleben der Betroffenen bieten. So kann etwa der Online-Status einer beliebigen Handynummer direkt beim WhatsApp-Server abgegriffen werden – und zwar selbst dann, wenn der Nutzer den Zeitstempel „zuletzt online“ deaktiviert hat.

Überwachung ist illegal

„Mit unserem Forschungsvorhaben wollten wir die Möglichkeit der Überwachung demonstrieren und darauf hinweisen, welche Konsequenzen dies für die Privatsphäre haben kann“, erklärt Andreas Buchenscheit, Erstautor der aktuellen Studie.

Datenschützer warnen deshalb: Das Ausspionieren und vor allem Protokollieren von WhatsApp-Verhalten einzelner User kommt ansatzweise einer Überwachung gleich – und die ist ohne richterlichen Beschluss illegal.

WhatsApp ist mit mehr als 500 Millionen Nutzern einer der beliebtesten Messenger-Dienste, offenbarte in der Vergangenheit aber immer wieder massive Sicherheitslücken.

(SALZBURG24)

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