Sie drücken bei Olympia vor Ort die Daumen

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Bei den Olympischen Spielen in Südkorea sind nicht allzu viele Daumendrücker aus Österreich vor Ort.
Bei den Olympischen Spielen in Südkorea sind nicht allzu viele Daumendrücker aus Österreich vor Ort. - © APA/EXPA/JOHANN GRODER
8.500 Kilometer von der Heimat entfernt kämpfen Österreichs Olympiasportler ab Samstag um Medaillen. Einige Athleten dürfen sich über familiäre Unterstützung in Südkorea freuen. Für die meisten Eltern, Partner und Freunde ist der Weg aber zu weit und sind die Umstände zu kompliziert. Sie werden hauptsächlich daheim vor dem Fernseher und teilweise zu nachtschlafender Zeit die Daumen drücken.

Superstar Marcel Hirscher hat Lebensgefährtin Laura als Rückhalt mit. Auch Hannes Reichelt findet es “superschön”, wenn die Familie mit dabei ist, dieses Mal sei es aber zu schwierig zu organisieren gewesen, vor allem die Wohnsituation. Bernadette Schild, die mit ihrem Mann und ihren Eltern in Südkorea ist, lässt sich sogar von der Mama bekochen.

Reichelt: “Zu viele Fragezeichen in Südkorea”

Schwiegervater Emil Hofer ist in Korea aber mit dabei ist. “Larissa und Papa überlegten bis zum Schluss. Bei der WM in Beaver Creek waren alle mit dabei, das war aber ganz einfach. In Südkorea gibt es einfach zu viele Fragezeichen.”

“Papa, Bruder, Cousin und ein Freund aus Holland”, zählte Technik-Spezialist Manuel Feller auf, wer aus seinem Umfeld die Reise nach Südkorea antritt. “Toll, wenn man Bekannte und Verwandte mithat. Viel Zeit werde ich nicht haben, aber es ist schön, wenn man weiß, dass Leute im Ziel sind, die einem zuschauen. Das motiviert und vielleicht kann man ja danach auch ein bisschen zusammen feiern”, sagte der Technikspezialist.

Manuela und Claudia Riegler gemeinsam bei Olympia

Die für das Österreichische Olympische Komitee arbeitende Manuela Riegler wird die Unterstützung für Snowboarderin Claudia Riegler sein. “Ich freue mich voll, dass ich Manuela wieder mit an meiner Seite habe. Sie war in Sotschi schon mit”, sagte die mit 44 Jahren Älteste des ÖOC-Teams. Benjamin Karl darf wie immer auf die Unterstützung seiner Mutter zählen. “Meine Mama ist bis auf meine erste WM immer mitgereist.”

Die Familie von Snowboard-Crosser Lukas Pachner hat schnell Nägel mit Köpfen gemacht. “Papa war sehr motiviert und hat Anfang Dezember gleich einmal Flüge gebucht, obwohl es noch nicht festgestanden ist, ob es funktioniert. Mama, Papa, meine Schwester und Alexander Dienst vom Wiener Skiverband kommen mit. Er ist mittlerweile ein sehr guter Freund und hat meinen ganzen Weg verfolgt und war immer die Stimme im Hintergrund. Der lässt sich das natürlich nicht entgehen”, sagte der gebürtige Wiener.

Prock: Tochter und Neffe mit dabei

Besondere Olympische Spiele werden es für Rodel-“Urgestein” und -Sportdirektor Markus Prock: Seine 18-jährige Tochter Hannah wird erstmals im Zeichen der Fünf Ringe starten. Zudem ist natürlich auch sein Neffe Gregor Schlierenzauer im Einsatz. Doppelweltmeister Wolfgang Kindl hat überlegt, ob er seine Freundin dabei haben will. “Aber es ist zu weit weg und zeitlich ist man ja auch nicht so flexibel. Außerdem wäre es ein relativ teurer Aufwand”, sagte der Tiroler im Vorfeld.

Bob-Pilot Benjamin Maier hat die aktuelle und die zukünftige Familie vor Ort dabei, allerdings beide aus sportlichen Gründen: ÖBSV-Cheftrainer Manfred Maier ist ja der Vater des Piloten. Und mit Elisabeth Vathje ist Benjamin Maiers Verlobte für Kanada im Skeleton-Einsatz.

Österreichs Sportler-Pärchen bei Olympia

Apropos Skeleton: Janine Flock und Matthias Guggenberger sind beide zum zweiten Mal bei Winterspielen – zum zweiten Mal als Pärchen, womit die beste Unterstützung, die man sich wünschen kann, zum Greifen nah ist. Das trifft auch auf die weiteren Aktiven-Pärchen Anna Gasser und Clemens Millauer (Snowboard) und Miriam Ziegler und Severin Kiefer (Eiskunstlauf) zu.

Auch Vanessa und Thomas Herzog haben gemeinsam im Olympischen Dorf Quartier bezogen. Die 22-jährige Eisschnellläuferin und ihr Trainer-Gatte sind seit September 2016 verheiratet. Weitere Unterstützung auf dem Weg zur möglichen Medaille wird die mit ihrem Mann in Kärnten lebende Tirolerin aber nur aus der Ferne bekommen. “Für die Familie ist es leider zu weit, die müssen arbeiten. Und es ist auch unglaublich teuer. Die Eintrittskarten kosten angeblich 270 Euro. Aber alle schauen im Fernsehen zu”, sagte Vanessa Herzog.

(APA)

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