Tausende Menschen strömen in die Altstadt. - © Salzburg24 Auf der Bühne am Residenzplatz lädt ab 21.00 Uhr die Band “Flor de Luna” mit einem “Tribute to Carlos Santana” zu einer musikalischen Zeitreise in die 1970er Jahre ein. Am Nachmittag des Neujahrstags wird auf dem Residenzplatz zur Live-Musik eines Ballorchesters Walzer getanzt.
Mit dem Silvester-Sternschießen auf den Stadtbergen und der Staatsbrücke sorgen Salzburgs Schützen heute ab 16.00 Uhr für den traditionellen “Lärmbrauchtum” zum Jahresausklang. Das mitternächtliche Feuerwerk über der Festung Hohen Salzburg, inszeniert vom Salzburger Pyrotechniker Christian Czech, dürfte in voller Pracht zu sehen sein: Laut Salzburger Wetterdienststelle werden nur hohe Wolken über den Himmel ziehen.
In den Stunden vor Mitternacht wird in den Gassen und auf den Plätzen der Altstadt ausgiebig gefeiert – im Vorjahr haben sich nach Angaben der Polizei 35.000 bis 40.000 Menschen versammelt. Nach dem Warm-up von DJs um 15.00 Uhr und dem Auftritt der “Flor de Luna” bietet heuer die Gruppe “Streetlife” von 22.30 bis 2.00 Uhr eine Cover-Show mit den besten Songs der Pop- und Rockgeschichte und den aktuellen Chart-Hit auf dem Residenzplatz. Um Mitternacht hallt der Donauwalzer durch die Altstadt.
Am Neujahrstag “werden anstatt der bisherigen Übertragung der Klangmeile erstmals Live-Walzerklänge auf der Bühne am Residenzplatz dargeboten”, teilte das Altstadtmarketing mit. Bei seinem einstündigen Klassik Open-Air spielt das 16-köpfige Salzburger Ballorchester ab 17.00 Uhr u.a. Werke von Johann Strauss, Josef Lanner, Wolfgang Amadeus Mozart, Robert Stolz und Emmerich Kálmán. Davor und danach legt ein Klassik-DJ schöne Melodien auf.
Optisch in Szene gesetzt wird die Altstadt auch heuer wieder mit Lichtinstallationen und vielen gestalterischen Elementen. Der Garten des Cafe Tomaselli verwandelt sich zu einem poetischen Platz zum Träumen, der Ritzerbogen zum feudalen Ballsaal und der wegen der Sanierung verhüllte Residenzbrunnen zur Projektionsfläche für Lichtspiele.
In seiner Silvesteransprache um 17.00 Uhr im Salzburger Dom fordert der Salzburgs Erzbischof Alois Kothgasser eine “neue Bankenethik, ein europäisches Wertebewusstsein und einen neuen Führungsstil, der dient”. Die Krise in der Wirtschaft sei eine Chance, sich auf das Wesentliche zu besinnen.
In den Mittelpunkt seiner Rede stellte Kothgasser die Aufforderung “fürchte dich nicht”, die mehrmals in der Heiligen Schrift vorkommt. Der Blick auf den “Offenen Himmel”, auf die Nähe Gottes schenke Kraft und Klarheit, auch gerade dann, wenn es um “das rechte Wirtschaften” gehe, betonte der Erzbischof. Er wies zudem daraufhin, dass im nächsten Jahr die Wiedereröffnung des Doms gefeiert wird. Die Kirche wurde im Zweiten Weltkrieg zum Teil zerstört. Ab dem Jahr 1958 feierten die Gläubigen wieder die Liturgie.