“Ski Alpin Card” im Pinzgau bietet ab 2018 Ganzjahreskarte an

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Für die bevorstehende Saison soll es eine "moderate" Preiserhöhung geben, um die steigenden Kosten abzudecken (Symbolbild).
Für die bevorstehende Saison soll es eine "moderate" Preiserhöhung geben, um die steigenden Kosten abzudecken (Symbolbild). - © APA/Barbara Gindl/Archiv
Die drei Pinzgauer Skigebiete Schmitten Zell am See, Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn und Kitzsteinhorn Kaprun werden im Mai 2018 erstmals eine Ganzjahreskarte für ihre seit 15 Jahren bestehende “Ski Alpin Card”-Region anbieten.

Das “Highlight” komme dem Trend “Bewegung am Berg” entgegen, preislich gebe es einen “kleinen Aufschlag” zur Winterkarte, hieß es am Donnerstag.

5.900 Saisonkarten mehr in der Saison 2016/17 verkauft

Die regionale Kooperation Ski Alpin Card, die in der Wintersaison 2002/2003 ins Leben gerufen wurde, habe sich zu einem Erfolgsmodell entwickelt, wurde bei einer Pressekonferenz in Salzburg betont. In der abgelaufenen Wintersaison seien mit 5.900 Karten um 25 Prozent mehr Saisonkarten verkauft worden als in der Vorsaison.

Sechs Monate Schneesicherheit

Alle drei Destinationen würden mit ihren Beschneiungsanlagen sechs Monate Schneesicherheit bieten, das schlage sich auch in der Zahl der “Skierdays” von 4,1 Millionen nieder (2002/2003: 3,6 Millionen). Unter “Skierdays” versteht man Gäste, die an einem Tag das erste Mal eine Liftanlage nutzen, d. h. auch bei mehrmaliger Beförderung wird pro Gast nur ein Skier Day berechnet.

Umsatz von 140,4 Millionen Euro im vorigen Winter erzielt

Im Winter 2016/2017 wurde ein Umsatz von 140,4 Mio. Euro erzielt und damit ein Plus von drei Prozent gegenüber dem Rekordwinter 2015/2016 erwirtschaftet. Das “Rekord”-Investitionsvolumen für eine weitere Qualitätsverbesserung beträgt in diesem Jahr 71,8 Mio. Euro. Die Region verfügt über 119 Seilbahnen und Lifte (2002/2003: 113) und 408 Pistenkilometer (330).

“Moderate” Preiserhöhung für bevorstehende Saison

Für die bevorstehende Saison werde es eine “moderate” Preiserhöhung geben, um die steigenden Kosten abzudecken. Die Preisanpassung werde im Durchschnitt bei unter zwei Prozent liegen, erklärte der Obmann der Salzburger Seilbahnwirtschaft und Mitinitiator der Ski Alpin Card, Ferdinand Eder. Die Ski Alpin Card kostet im Vorverkauf für Erwachsene 546 Euro, ab 7. Dezember 638 Euro. Von Preiserhöhungen nicht betroffen ist beispielsweise die “Power of Zehn”-Karte: Kinder und Jugendliche unter 19 Jahren zahlen an Samstagen zehn Euro für die Tageskarte. Der Preis um zehn Euro hat sich seit der Einführung vor acht Jahren nicht verändert.

Die Saison der Ski Alpin Card wurde heuer verlängert, sie gilt von 14. Oktober bis 1. Mai 2018. Der Skibetrieb am Kitzsteinhorn konnte wegen der Schneefälle bereits am 30. September starten. “Die Bedingungen sind sehr gut”, sagte der Vorstand der Gletscherbahnen Kaprun, Norbert Karlsböck.

Neue Maiskogelbahn eröffnet im Dezember 2018

Mit wichtigen Zukunftsprojekten in der “Pinzgauer Top-3-Skiregion” wurde bereits begonnen: So erfolgte der Baustart der Talstation Maiskogelbahn für die Anbindung vom Dorf Kaprun über den Maiskogel zum Gletscher auf das Kitzsteinhorn. Die neue Maiskogelbahn werde im Dezember 2018 eröffnet, ein Jahr später werde Salzburgs erste Dreiseilumlaufbahn, die “3K Kaprun-Kitzsteinhorn-K-onnection” mit einem Investitionsvolumen von 81,5 Millionen Euro, den Betrieb vom Maiskogel zum Kitzsteinhorn aufnehmen, kündigte Karlsböck an. Damit werde es ab Dezember 2019 möglich sein, direkt vom Kapruner Ortszentrum auf 768 Meter Seehöhe über den Maiskogel die Gipfelstation am Kitzsteinhorn auf 3.029 Meter Seehöhe mit einer “Perlenkette von sechs Seilbahnen” zu erreichen. Mit der zwölf Kilometer langen Abfahrt werde nicht nur die längste durchgehende Seilbahnachse, sondern mit 2.261 Höhenmetern auch die größte Differenz in den Ostalpen bequem überwunden.

Seilbahn von Viehhofen auf die Schmitten geplant

Zudem schreitet die Verbindung Schmittenhöhe mit dem Glemmtal voran, auch wenn schwierige Verhandlungen mit Grundeigentümern und Behördenauflagen das Gesamtprojekt etwas verzögern. Mit dem neuen “zellamseeXpress” sei 2016/2017 ein großer Schritt gemacht worden, sagte der Vorstand der Schmittenhöhebahn, Erich Egger. 2019 ist eine Seilbahn von Viehhofen aus geplant, so dass man zur Schmitten hinauf fahren könne. Der Geschäftsführer der Saalbacher Bergbahnen, Hannes Dschulnigg, hält 2020/2021 als einen “realistischen Rahmen” für die Anbindung. Nach derzeitigem Stand sei dann der Skicircus Saalbach-Hinterglemm-Leogang-Fieberbrunn das größte Skigebiet in Österreich. Dschulnigg zeigte sich hoffnungsvoll, dass im Juni 2018 die Entscheidung der FIS für die Austragung der alpinen Ski-WM 2023 auf Saalbach-Hinterglemm fällt.

(APA)

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