Ski alpin: David Poisson krachte offenbar frontal gegen Baum

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Poisson verunglückte tödlich im Training.
Poisson verunglückte tödlich im Training. - © APA/AFP/FRANCK FIFE
Schock und Trauer in der Ski-Welt nach dem tödlichen Sturz des Alpin-Abfahrers David Poisson am Montag in Kanada. Der 35-Jährige war während einer Trainingssession zu Tode gekommen, gemäß gleichlautenden Quellenangaben soll er gegen einen Baum gefahren sein. Eine Gruppe österreichischer Athleten ist vor Ort und hat den Zwischenfall unmittelbar mitbekommen.

Florian Raich bereitet sich mit der von ihm gecoachten ÖSV-Trainingsgruppe Speed 3 auf die Rennen im Olympia-Winter vor, dessen Weltcup-Auftakt nächste Woche ebenfalls in Kanada stattfinden wird. Der “TG Speed 3” gehört das Athleten-Sextett Stefan Babinsky, Daniel Danklmaier, Niklas Köck, Christoph Krenn, Maximilian Lahnsteiner und Clemens Nocker an.

Schweizer erleben Unglück hautnah mit

Gemäß ÖSV-Pressesprecher Markus Aichner waren die Österreicher für jene Trainingseinheit unmittelbar nach der so tragischen verlaufenen eingeplant gewesen. Ihr Aufenthalt im Ski-Ressort ist bis Montag angesetzt. Das Schweizer Abfahrtsteam mit Beat Feuz, Patrick Küng, Mauro Caviezel, Marc Gisin und Gilles Roulin trainierte zum Zeitpunkt des Unfalls sogar auf der gleichen Piste wie die französische Equipe. Laut einer “Swiss Ski”-Aussendung hätten die Athleten den Unfall und die Bergung Poissons aus nächster Nähe verfolgt. Die Konzentration gelte nun vorerst der gemeinsamen Verarbeitung der Geschehnisse.

Poisson schießt durch Fangnetze in Wald

Gegenüber der Schweizer Zeitung “Blick” gab ein Begleiter des Ski-Zirkus an, dass Poisson kurz vor dem Ziel mit rund 100 km/h ausgerutscht und durch zwei sogenannte B-Fangnetze in den Wald gestürzt sei. Dort sei er gegen einen Baum geprallt. Poisson war Vater eines eineinhalbjährigen Buben. Ein Mitglied des italienischen Verbandes gab an, dass Poisson in einer Kompression von der Piste abgekommen sei, einen Ski verloren und die Sicherheitsnetze durchfahren habe, ehe er gegen den Baum geprallt sei. Zudem liegt die Aussage von Adam Loria, Sprecher des lokalen medizinischen Dienstes vor: “Als wir hingekommen sind, mussten wir den Tod dieser Person feststellen.”

Im Skisport zu Tode gekommen

  • 1959: Toni Mark (AUT) Wallberg/BRD (Riesentorlauf)
  • 1959: John Semmelinck (CAN) Garmisch (Abfahrt)
  • 1964: Ross Milne (AUS) Innsbruck (Abfahrtstraining Patscherkofel)
  • 1964: Walter Mussner (ITA) Cervinia (Geschwindigkeitstests)
  • 1969: Silvia Suter (SUI) Sportinia (FIS-Abfahrt)
  • 1970: Michel Bozon (FRA) Megeve (Weltcup-Abfahrt)
  • 1972: David Novelle (USA) Winter Park (Abfahrt)
  • 1975: Michel Dujon (FRA) Tignes (Skitests)
  • 1975: Markku Vuopala (FIN) Lienz (Junioren-EM)
  • 1979: Leonardo David (ITA) Lake Placid (Abfahrt) – erlag erst 1985 seinen schweren Kopfverletzungen
  • 1991: Gernot Reinstadler (AUT) Wengen (Abfahrtstraining)
  • 1994: Ulrike Maier (AUT) Garmisch-Partenkirchen (Abfahrt)
  • 2001: Regine Cavagnoud (FRA/Super-G-Weltmeisterin) stößt beim Abfahrts-Training in Pitztal mit dem deutschen Trainer Markus Anwander zusammen und erliegt zwei Tage später in der
    Uni-Klinik von Innsbruck ihren schweren Verletzungen
  • 2002: Werner Elmer (SUI) Verbier (FIS-Rennen)
  • 2017: David Poisson (FRA) Nakiska/Kanada (Training)

(S24/APA)

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