Ski-Asse mit Klasse sind zurück: Auch Anna Veith wieder ganz oben

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Auch Anna Veith hat am Sonntag mit ihrem Triumph im Super-G von Val d’Isere bewiesen, dass man sich Klasse im Skirennsport nicht kaufen kann. Nach Marcel Hirscher, Aksel Lund Svindal, Ted Ligety, Cornelia Hütter, Lindsey Vonn oder auch Lara Gut hat auch die Salzburgerin nach schwerer Verletzung und langer Pause wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden. So verliefen bisher die Comebacks der genannten Ski-Asse – ein Überblick.

Anna Veith: Bei einem Trainingssturz am 21. Oktober 2015 reißen Kreuz- und Innenband sowie die Patellarsehne im rechten Knie. Veith muss eine ganze Saison aussetzen und nach verspätetem Wiedereinstieg inklusive Platz drei im erst siebten Rennen nach der Rückkehr die Comeback-Saison nach der WM vorzeitig abbrechen, um sich auch am linken Knie operieren zu lassen. Erneut kehrt sie deshalb auch im Olympiawinter 2017/18 verspätet zurück, gewinnt aber am 17. Dezember 2017 mit dem Super-G in Val d’Isere in ihrem sechsten Rennen nach der Rückkehr.

Cornelia Hütter: Am 4. Jänner 2017 zieht sich die Speed-Spezialistin beim Training in Saalbach einen Kreuzbandriss und Meniskusverletzungen im rechten Knie zu. Nach sieben Monaten und einem Skimarkenwechsel kehrt Hütter im August wieder auf Schnee zurück. Am 1. Dezember gewinnt sie in Lake Louise die Abfahrt und damit gleich das erste Rennen nach ihrer Verletzung.

Marcel Hirscher: Am 17. August zieht sich Hirscher beim ersten Saison-Slalomtraining auf dem Mölltaler Gletscher einen Bruch des Außenknöchels zu und muss mehrere Woche Gips tragen. Auf eine Operation verzichtet der Salzburger ebenso wie auf den – letztlich bei den Herren abgesagten – Saisonstart Ende Oktober in Sölden. ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel bezeichnet es in Sölden sogar als “Fehler”, dass Hirscher so früh wieder mit dem Training begonnen hat.

Am 12. November und damit nur drei Monate nach seinem Knöchelbruch kehrt Hirscher als 17. des Slaloms in Levi in den Weltcup zurück. Nach einem intensiven Übersee-Training biegt Hirscher am 3. Dezember beim Riesentorlauf in Beaver Creek gleich in seinem zweiten Rennen bzw. 108 Tage nach Erleiden der Verletzung wieder in die Siegerstraße ein, gewinnt danach auch in Val d’Isere (Slalom) und Alta Badia (RTL) und steht exakt vier Monate nach seiner Verletzung bereits wieder an der Spitze der Weltcupwertung.

Aksel Lund Svindal: Der Norweger zieht sich vor der Saison 2014/15 einen Achillessehnenriss beim Fußballspielen zu und kann in diesem Winter lediglich zwei Rennen bei der WM 2015 bestreiten. Im Folgewinter gewinnt er sieben der neun ersten Speed-Rennen, ehe ein Sturz in Kitzbühel samt Kreuzband- und Meniskusriss seine Saison beendet. Im Dezember 2016 schafft Svindal auf Anhieb wieder Podestplätze, muss die Saison aber erneut im Jänner abbrechen, um sich wegen seiner Knieprobleme operieren zu lassen. Bereits im ersten Comeback-Rennen schafft der Norweger als Abfahrts-Dritter in Lake Louise schon wieder einen Podestplatz und gewinnt eine Woche später mit der Abfahrt in Beaver Creek gleich sein viertes Rennen nach der Rückkehr. Der überlegene Sieg in der Gröden-Abfahrt trotz eklatanter Knieschmerzen gleicht einem Triumph.

Ted Ligety: Der US-Olympiasieger zieht sich Ende Jänner 2016 im Training einen Kreuzbandriss zu. Ligety kehrt zwar in Sölden zurück, muss aber im folgenden Jänner die Saison wegen einer anstehenden Bandscheiben-Operation erneut vorzeitig beenden und kann seinen Titel bei der WM 2017 in St. Moritz nicht verteidigen. Auch den Saisonstart in Sölden lässt Ligety noch aus. Mit den Plätzen 7, 16 und 5 in den folgenden RTL in Beaver Creek, Val d’Isere und Alta Badia beweist der Amerikaner aber, dass er wieder zurück ist.

Lindsey Vonn: Die US-Amerikanerin ist so oft und so schwer verletzt, dass sie vielfach schon abgeschrieben wird. Die Jagd nach dem Stenmark-Siegrekord sowie Olympia 2018 halten Vonn aber in der Spur. Nachdem sie in den ersten fünf Saisonrennen des Olympiawinters nur zweimal (12. und 24.) ins Ziel gekommen und in ihrem “Wohnzimmer” Lake Louise sogar zweimal schwer gestürzt ist, gewinnt sie danach etwas unerwartet den ersten Super-G in Val d’Isere. Ihr 78. Weltcuperfolg ist ihr erster seit elf Monaten.

Lara Gut: Bei der Heim-WM in St. Moritz zieht sich die Schweizerin am 10. Februar 2017 beim Einfahren für den Kombi-Slalom einen Kreuzbandriss und eine Meniskusverletzung zu, die Saison ist beendet. Der – überraschende – Wiedereinstieg nur neun Monate später in Sölden misslingt noch, aber bereits im fünften Rennen nach der Rückkehr verpasst die Tessinerin als Zweite des Super-G von Lake Louise den Comeback-Sieg um nur um elf Hundertstel.

(APA)

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