Ski: Hirscher so entspannt wie nie und mit neuem Helm nach Sölden

Hirscher geht mit einem neu-designten Helm in den Winter.
Hirscher geht mit einem neu-designten Helm in den Winter. - © APA/Barbara Gindl
Etwas mehr als zwei Wochen vor dem Saisonstart blickt Ski-Gesamtweltcupsieger Marcel Hirscher dem kommenden Winter sehr entspannt entgegen. Das sagte Hirscher am Firmensitz seines Ausrüsters Atomic in Altenmarkt/Pongau, wo er beim Medientag am Donnerstag seinen neuen Helm präsentierte. Die Saison beginnt am 23. Oktober mit einem Riesentorlauf in Sölden.

“Bescheiden” seien die Zeiten bei den bisherigen Vergleichen mit den Teamkollegen gewesen, sagte Hirscher. “Das beunruhigt mich aber überhaupt nicht.” Nach wie vor würden mindestens 20 Prozent an Leistung fehlen, meinte er. Das sei in den vergangenen Jahren nicht viel anders gewesen und: “Mein Sack des Müssens ist zu”, erklärte der Salzburger. “Ich muss nichts mehr erreichen, ich darf aber noch”, präzisierte er, dass seine persönlichen Karriereziele erreicht sind.

Hirscher geht mit neuem Helm in die Saison

Einen langjährigen Wunsch hat er sich vor der neuen Saison dennoch erfüllt. Hirscher geht mit einem neu-designten Helm in den Winter. Das Stück, an dem er selbst mitgearbeitet hat, ist einem Moto-Cross-Helm nachempfunden und trägt die Nummer 89, Hirschers Geburtsjahr und Moto-Cross-Startnummer. “Die Arbeit haben andere gehabt, ich habe halt auch mitgeredet”, scherzte Hirscher.

Trotz der wenig vielversprechenden Zeitvergleiche ist Hirschers Vorfreude auf die neue Saison schon groß. “Am Gletscher ist schon wirklich Winter – Minus 13 Grad und Pulverschnee. Das Feuer brennt noch”, meinte Hirscher. Die Bedingungen in der Gletschervorbereitung seien aufgrund des Wetters besser gewesen als in den vergangenen beiden Jahren. Rund 15 Skitage hat der 27-Jährige bereits absolviert.

Marcel Hirscher motiviert in der Sommer-Vorbereitung

Obwohl Hirscher sein persönliches Karriere-Plansoll bereits erfüllt hat, sei ihm die Motivation für die Sommer-Vorbereitung mit Konditions- und Krafttraining nicht schwer gefallen. “Diese Sachen fallen mir leicht”, sagte Hirscher. Allerdings: “Wenn du im Sommer in der Voll-Lett’n am Gletscher herumhüpfst, ist es natürlich keine Gaudi. Aber das war immer schon so.”

Dafür hat Hirscher in diesem Sommer mit einer längeren Phase ohne Medienauftritt anders Kraft gespart. “Ich war flexibler in der Zeiteinteilung. Bei Interviews sollte jedes Wort überlegt sein. Es hat mir gut getan, Abstand zu gewinnen und einfach so zu reden, wie ich mag”, erklärte Hirscher.

Erwartungen unverändert niedrig

Die Erwartungen an die kommende Saison sind unverändert niedrig, es gibt kein fix festgelegtes Ziel. Hirscher, der kommende Woche auf dem Rennhang des Saisonauftakts in Sölden trainieren wird, möchte gut in die Saison starten und den Rest auf sich zukommen lassen. Ein Start im Super-G in Beaver Creek ist aber fix eingeplant. Weitere Starts in Speed-Rennen lässt sich Hirscher je nach Saisonverlauf offen.

Sollte der Saisonstart daneben gehen, wird Hirscher seinen Fokus auf die WM in St. Moritz legen, kündigte er an: “Wenn ich schlecht wegstarte, werde ich das so machen.” Inzwischen ist auch sein Betreuerteam wieder komplett. Nach dem Abgang von Alexander Fröis ist Josef Percht Hirschers neuer Physiotherapeut – eine ÖSV-interne Lösung.

(APA)

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