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Kofler gewann Qualifikation für Skiflug-WM

Kofler holt Sieg, Mitfavorit Koch verzichtete - Schlierenzauer, Stoch mit Problemen Kofler holt Sieg, Mitfavorit Koch verzichtete - Schlierenzauer, Stoch mit Problemen - © APA/Hochmuth
Andreas Kofler hat am Donnerstag etwas überraschend die Qualifikation für den Einzelbewerb der Skiflug-Weltmeisterschaft in Vikersund am Freitag gewonnen.

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Der Tiroler flog auf der Weltrekordschanze auf 221,0 Meter und verwies mit 220,3 Punkten die beiden Norweger Rune Velta (216,2 Punkte/221,5 m) und Anders Fannemel (202,8/211,0) auf die Plätze zwei und drei. Die Mitfavoriten Martin Koch (im Training 237,0 m) und Thomas Morgenstern verzichteten auf den Durchgang.

Der wie seine zwei Teamkollegen gesetzte Vizeweltmeister Gregor Schlierenzauer kam lediglich auf 165,5 m. Aber auch andere Medaillenanwärter wie Anders Bardal (NOR/166,0) und Kamil Stoch (POL/153,0 m) hatten bei schwierigen Verhältnissen erhebliche Probleme. Titelverteidiger Simon Ammann (SUI) schaffte hingegen 204,0 m, der Slowene Robert Kranjec kam auf 200,0.

WM-Training am Donnerstag: Koch flog mit 237 m Tagesbestweite

Martin Koch hat am Donnerstag im Training seine Favoritenrolle für die Skiflug-Weltmeisterschaften in Vikersund untermauert. Der 30-jährige Kärntner flog auf der weltgrößten Schanze gleich im ersten Versuch auf 237,0 Meter, ließ danach 219,0 folgen und verzichtete auf den Qualifikationsdurchgang. Dieser war aus dem Kreis der ÖSV-Athleten nur für Andreas Kofler Pflicht. Der Tiroler löste die Aufgabe brillant und gewann mit 221 Metern 4,1 Punkte vor dem Norweger Rune Velta (221,5). Zuvor hatte er mit 222,0 m persönliche Bestmarke fixiert.Koch, der Vize-Weltmeister von 2008, drückte sich als Gewinner der WM-Generalprobe in Oberstdorf auch gar nicht vor der Favoritenrolle. Diese war in der Vergangenheit oft eine Last gewesen, doch der Skiflug-Spezialist hat sich weiterentwickelt. “Die Ruhe ist da, ich fühle mich wohl”, erklärte der Villacher. “Es wäre schön, wenn mir einmal in meiner Karriere ein Wettkampf richtig gut aufgeht.”

Trotz eines Absprungfehlers war er im 2. Durchgang weit geflogen, das beruhigte und bewog Koch, den Arbeitstag vorzeitig zu beenden. “Ich habe mein Gefühl gefunden, jetzt spare ich Körner für morgen.” Titelverteidiger Simon Ammann hat Koch jedenfalls auf der Liste der Favoriten ganz oben. “Der Weg zum Sieg führt über ihn”, sagte der Schweizer (210,5/204,5/204), der selbst nach dem ersten Saison-Podestplatz in Oberstdorf rechtzeitig in Form gekommen scheint.

Kofler hat in der früher gar nicht so geliebten Disziplin Skifliegen nach Oberstdorf einen weiteren Schritt nach vorne gemacht. Er flog gleich bei seinem ersten Versuch auf der Weltrekordschanze auf 222,0 Meter, nachdem er schon zuvor für den Einzelbewerb den Vorzug vor David Zauner erhalten hatte, und sprach danach vom besten Skiflug-Tag seiner Karriere.

“Ich war noch nie so befreit beim Skifliegen. Ich habe mich in Oberstdorf gesteigert und hier geht es nahtlos weiter”, freute sich der 27-Jährige. “Vielleicht kann ich ja eine Überraschung liefern.” Doch eigentlich verfolgt der um den Weltcup-Gesamtsieg kämpfende Kofler bei der WM ein anderes Ziel – er möchte das Skifliegen im Hinblick auf das Weltcup-Finale in Planica auf eines höhere Basis stellen. Thomas Morgenstern wurde durch eine Verkühlung etwas gebremst, er verzichtete nach 201,5 und 185 Metern auf einen dritten Versuch und fuhr mit Koch ins Hotel zurück.

Gregor Schlierenzauer begann mit 216,5 Meter, danach folgten 200,0 und bei schwierigen Bedingungen 165,5. Der Skiflug-Weltcupsieger kommentierte es gelassen. “Das war wirklich Training”, sagte der 22-Jährige. Er sei eigentlich zufrieden. “Denn die Sprünge waren auf einem guten Niveau.” Noch ist es ihm nicht gelungen, die schon in Oberstdorf aufgetretenen Abstimmungsprobleme zwischen Körper und Bindung zu lösen, im offiziellen Training wirkten sie leistungsmindernd. “Ich wollte etwas probieren und habe mir noch etwas schwergetan”, sagte der Mitfavorit. Doch die Probleme sollten bis zum Wettkampf gelöst sein. “Es gilt die Leistung zu bringen, die ich draufhabe.”

(APA)



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