2. Oktober 2012 16:49; Akt.: 2.10.2012 16:49

Skulptur für Leopold Figl in der Gedenkstätte KZ Mauthausen

Bundespräsident Heinz Fischer und ÖVP-Spitzenpolitiker angeführt von Obmann und Vizekanzler Michael Spindelegger würdigten Figl, der an diesem Tag 110 Jahre alt geworden wäre. Bundespräsident Heinz Fischer und ÖVP-Spitzenpolitiker angeführt von Obmann und Vizekanzler Michael Spindelegger würdigten Figl, der an diesem Tag 110 Jahre alt geworden wäre. - © APA/Peter Lechner/Bundesheer
Zur Erinnerung an den früheren Bundeskanzler, Außenminister, Nationalratspräsidenten und Landeshauptmann von Niederösterreich Leopold Figl (V) ist am Dienstag eine Skulptur in der Gedenkstätte des Konzentrationslagers Mauthausen in Oberösterreich enthüllt worden.

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Bundespräsident Heinz Fischer und ÖVP-Spitzenpolitiker angeführt von Obmann und Vizekanzler Michael Spindelegger würdigten Figl, der an diesem Tag 110 Jahre alt geworden wäre.

Figl war Gegner des “Anschlusses”

Figl gilt als einer der Baumeister der Zweiten Republik. Er war der erste österreichische Bundeskanzler nach der Wahl von November 1945 und jener Außenminister, in dessen Amtszeit der Abschluss des Österreichischen Staatsvertrages gefallen ist. Davor war er einer der schärfsten Gegner des “Anschlusses” Österreichs an das Deutsche Reich. Die Nationalsozialisten steckten ihn für seine unbeugsame Haltung in das KZ und in die Todeszelle.

Figl war Verfechter der Konsenspolitik

Fischer, Spindelegger, Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (V) und der niederösterreichische Landeshauptmann Erwin Pröll (V) würdigten die vielfachen Verdienste von Figl um Österreich und seine menschliche Größe. Der Bundespräsident verwies darauf, dass Figl durch seine Erlebnisse zum Befürworter einer Zusammenarbeit verschiedener politischer Lager und zu einem Verfechter der Konsenspolitik wurde. Er habe trotz seiner dramatischen und traumatischen Erfahrungen auch jenen Optimismus behalten und verbreitet, den Österreich in der schwierigen und entbehrungsreichen Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg dringend gebraucht habe. Das Staatsoberhaupt forderte die Österreicher auf, auch heute, 67 Jahre nach der Befreiung des KZ, den Glauben an eine gute friedliche Entwicklung des Landes hochzuhalten. “Konflikte müssen in einer Demokratie Platz haben, aber Konflikte können kein Selbstzweck im politischen Leben sein”, stellte Fischer laut seiner Redeunterlage fest. (APA)



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