So hat Red Bull Salzburg das historische Quadruple-Double gefeiert

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Red Bull Salzburg hat Fußball-Geschichte geschrieben.
Red Bull Salzburg hat Fußball-Geschichte geschrieben. - © APA/EXPA/JOHANN GRODER
Salzburgs Seriensieger dürfen weiter feiern. Im Cup-Fight gegen Rapid reichte am Donnerstag in Klagenfurt auch eine eher durchschnittliche Leistung, um das historische vierte Double in Serie unter Dach und Fach zu bringen. Trainer Oscar Garcia zeigte sich beim 2:1 nach Schlusspfiff ungewohnt emotional, auch Siegtorschütze Valentino Lazaro konnte sich kaum beruhigen.

“Das ist für die Mannschaft und mich speziell ein sehr emotionaler Titel”, sagte der 21-Jährige, der bei allen vier Double-Gewinnen der vergangenen Jahre dabei war. “Ich hatte viele Ups und Downs, auch privat. Aber ich habe mich immer weitergekämpft”, sagte der Tränen der Freunde vergießende Lazaro. Er sprach auch vom “besten Finale” der vergangenen Jahre. In einem Auswärtsspiel in Klagenfurt – zumindest zwei Drittel des Wörthersee Stadions erstrahlte in Grünweiß – hatte Salzburg mit dem um die letzte Europacup-Chance laufenden Gegner so seine Probleme. Fehlpässe und eine lahmende Offensive passten nicht ins Bild der im Frühjahr imposant agierenden Mozartstädter.

Coach Oscar ungewohnt emotional

Auch nachdem Hwang Hee-chan einen Salzburger Gegenstoß kurz nach der Pause verwertet hatte (51.), agierten die Bullen alles andere als abgeklärt. Rapid traf fast postwendend durch Joelinton (56.). In einem Spiel, das kaum Torchancen bot, schlug der Titelverteidiger durch Lazaro in der 84. Minute aber noch einmal eiskalt zu. Salzburgs Trainer Oscar erkannte: “Die Effizienz hat den Unterschied ausgemacht.” Der Spanier zeigte sich nach siebenminütiger Nachspielzeit aufgewühlt und ließ sich gar zu einer Geste gegen einen hinter ihm sitzenden Rapid-Anhänger hinreißen. Darauf angesprochen erklärte Oscar, sich daran nicht mehr erinnern zu können. Sehr wohl aber an eine lange Rede an die Mannschaft nach Abpfiff. Auf die Frage, ob es sich dabei um Abschiedsworte gehandelt habe, winkte Oscar ab: “Es waren Dankesworte.”

Laimer: “Mein Gefühl ist unbeschreiblich”

Abschiede wird es im Sommer in Salzburg dennoch wieder geben. Der im Finish eingetauschte Christian Schwegler geht in die Schweiz zurück, für Konrad Laimer wird es ebenso sein letzter Auftritt für Salzburg gewesen sein. Das Trikot der Roten Bullen dürfte dem 20-jährigen Mittelfeldmann bleiben, RB Leipzig wird aller Voraussicht nach den nächsten Akteur vom Schwesternverein abwerben. Nach seiner Abschiedsvorstellung war Laimer verbal kaum zu bremsen. “Um das geht es im Fußball, Titel zu gewinnen. Es ist einfach geil”, sagte Österreichs Spieler der Saison, nachdem er wie die Teamkollegen den Konfettiregen genossen hatte. “Richtig geil” sei das Spiel gewesen. “Mein Gefühl ist jetzt unbeschreiblich, wir haben Geschichte geschrieben. Im Frühjahr haben wir nur ein Spiel verloren”, erinnerte Laimer. 16 Siege in 19 Pflichtspielen heuer lautet die diesbezügliche Bilanz, nur in Mattersburg (1:2) verlor der Liga-Krösus.

Was tut sich in Salzburger Mannschaft?

National kaum gefordert, wartet auf Salzburg nun der nächste Anlauf auf das Ziel Nummer eins. Im zehnten Versuch in der Red-Bull-Ära des Clubs soll der Sprung in die Champions League gelingen. Die zweite Qualifikationsrunde (Spieltermine 11./12. bzw. 18./19. Juli) wird am 19. Juni ausgelost, Salzburg ist gesetzt. Monierte Oscar schon in der nun abgelaufenen Saison mehrmals, dass ihm Akteure wie Martin Hinteregger, Naby Keita oder Jonatan Soriano unersetzt abhandengekommen waren, wird Salzburgs Coach auch nun umplanen müssen. Für Schwegler wurde bereits Patrick Farkas als Ersatz verpflichtet, die durch einen Laimer-Abgang entstandene Lücke könnte Amadou Haidara (19) füllen. Kolportierte wurde auch, dass Salzburg an einer Rückholung des bei Leverkusen unter Vertrag stehenden Andre Ramalho bastelt.

Offen ist auch, ob Andre Wisdom in Salzburg bleibt. Die Liverpool-Leihgabe war in Klagenfurt in der Abwehr ein Bollwerk und untermauerte damit seinen Wert. Für eine fixe Verpflichtung des Engländers müsste Salzburg aber mehrere Millionen Euro berappen.

So hat Red Bull Salzburg gefeiert

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