So soll das Wallerseeufer natürlicher werden

6Kommentare
Rund vier Kilometer des Wallerseeufers sollen wieder natürlicher gestaltet werden.
Rund vier Kilometer des Wallerseeufers sollen wieder natürlicher gestaltet werden. - © FCG/ÖAAB & unabhängige pv
Rund vier Kilometer des Wallerseeufers (Flachgau) sollen wieder natürlicher gestaltet werden. Dabei handelt es sich um ein Projekt der Naturschutzabteilung des Landes, das auf jenen Abschnitten des Wallerseeufers, die dem Land gehören, in den nächsten Jahren umgesetzt wird.

Das sind Ufer in der Ostbucht des Sees in der Stadtgemeinde Neumarkt am Wallersee sowie ein Teil des Wallerseeufers in der Gemeinde Henndorf. Das Pflege- und Entwicklungskonzept wurde im Auftrag der Naturschutzabteilung des Landes in Abstimmung mit den Gemeinden durch das Landschaftsplanungsbüro Revital erstellt.

Rössler: “Wichtiger Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt”

“Das Wallerseeufer ist ein wichtiger Lebensraum für zahlreiche Tiere und Pflanzen. Auch viele bedrohte Arten sind hier beheimatet. Mit dem neuen Pflege- und Entwicklungskonzept wird dieser Lebensraum geschützt und bewahrt. Dies ist ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Artenvielfalt”, so Naturschutzreferentin Landeshauptmann-Stellvertreterin Astrid Rössler.

wallersee2 Die Ufer der Ostbucht des Wallersees sollen wieder natürlicher werden. /Land Salzburg ©

Wallersee: Erholungswert des Ufers erhöhen

“Übergeordnetes Ziel ist es, den Erholungswert des Seeufers für die Bevölkerung zu erhöhen und gleichzeitig seine Funktion als Lebensraum für die heimische Tier- und Pflanzenwelt zu verbessern. Die Pflege des öffentlich zugänglichen Uferbereichs wird künftig durch die beiden betroffenen Gemeinden Henndorf und Neumarkt erfolgen. Das Pflege- und Entwicklungskonzept ist dabei der Leitfaden für die künftigen Arbeiten”, erläuterte Bernhard Riehl von der Naturschutzabteilung des Landes.

Pflegeeingriffe auf Minimum beschränken

Wo es bereits jetzt naturnahe Uferabschnitte gibt, soll sich die Pflanzenwelt auch in Zukunft möglichst natürlich entwickeln. Daher werden sich Pflegeeingriffe auf diesen Abschnitten auf ein Minimum beschränken. Dort, wo jedoch die ursprüngliche Ufervegetation durch gärtnerische Nutzung verdrängt wurde, soll laut Pflege- und Entwicklungskonzept eine halboffene naturnahe Kulturlandschaft entstehen. Die Pflege wird dort künftig “extensiv” erfolgen, das heißt deutlich weniger intensiv beziehungsweise gärtnerisch als bisher.

wallersee1 Entstehen soll auf rund vier Kilometern Seeufer in ein paar Jahren ein abwechslungsreiches Mosaik aus heimischen Pflanzen. /Land Salzburg ©

Abwechslungsreiche Uferlandschaft am Wallersee

Entstehen soll auf diesen rund vier Kilometern Seeufer in ein paar Jahren ein abwechslungsreiches Mosaik aus Schilf, Weidengebüsch, blütenreichen Saum- und Wiesenbereichen und landschaftsprägenden Laubbäumen. Dazu sind folgende Maßnahmen vorgesehen: Künftig gibt es keinen jährlichen “ein Meter Formschnitt” mehr. Vielmehr werden Gehölze etwa alle fünf Jahre “auf den Stock gesetzt”, das bedeutet bodennah abgeschnitten und dann frei wachsen gelassen, um einen natürlichen arttypischen Wuchs zu erhalten. Dazwischen werden einzelne landschaftsprägende Laubbäume erhalten oder gepflanzt. Das Schilf wird erhalten und gefördert. Von Gehölzen geprägte, natürliche Abschnitte sollen sich abwechseln mit extensiv gepflegten Abschnitten mit Blumenwiesen. Aus artenarmen Rasenflächen sollen artenreiche Blumenwiesen werden. Fremdländische Gehölze und Kräuter sollen entfernt werden.

Leserreporter
Feedback


Aktuelle News

- Festung in Salzburg leuchtet z... +++ - Adventmarkt am Sternbräu öffne... +++ - Hallein: Flüchtling bedroht Be... +++ - Finanzskandal: Naderer stellt ... +++ - Stadt Salzburg untersagt "Elte... +++ - Tipps zum energiesparenden Hei... +++ - Alpenverein kommt mit "Lawinen... +++ - Jedermann-Pass erhält Inklusio... +++ - Anhänger löst sich von Pkw auf... +++ - ÖBB rüsten Nahverkehrsflotte a... +++ - Zahl der Autos wuchs seit 2005... +++ - Polizei warnt vor Trickdieben ... +++ - Salzburgs Kapuziner werben bei... +++ - Zehn Millionen Euro für die lä... +++ - Salzburger Studie: Heimische K... +++
6Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann.

noch 1000 Zeichen

HTML-Version von diesem Artikel