So soll die B164 sicherer in Linkskurven für Motorradfahrer werden

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Sondermarkierungen auf der B164 sollen Motorradfahrer schützen.
Sondermarkierungen auf der B164 sollen Motorradfahrer schützen. - © Land Salzburg / Lindner Michael
Seit ein paar Tagen gibt es auf der Hochkönig Straße (B164) im Pongau spezielle Markierungen für mehr Sicherheit der Motorradfahrer. Weil viele Biker Linkskurven zu eng nehmen, wurden diese Markierungen nun auf der Fahrbahn aufgebracht.

Die B164 ist eine beliebte Motorradstrecke und daher kommt es hier immer wieder zu Unfällen mit Bikern. Eine häufige Unfallursache ist, dass in Linkskurven zu nahe an der Mittellinie gefahren wird. In Schräglage gerät man so rasch in die Gegenfahrbahn, Zusammenstöße mit dem Gegenverkehr und Stürze können die fatalen Folgen sein.

In Kärnten, der Steiermark und in Ungarn wurden diese Sondermarkierungen in Linkskurven getestet. Wie eine Erhebung des Kuratoriums für Verkehrssicherheit zeigt, habe sich die Sondermarkierung bewährt, weil es deutlich weniger Motorradunfälle in diesen Testbereichen gebe.

Markierungen für ideale Kurvenlinie

Das Verkehrsressort des Landes Salzburg hat dies zum Anlass genommen, diese Markierung auf der B164 einzusetzen. In Zusammenarbeit mit dem ÖAMTC wurde bei vier Linkskurven die ideale Kurvenlinie festgelegt. Die dreiecksförmige Markierung wurde rechts der Mittellinie aufgebracht, damit die Motorradfahrer von der Mittellinie entsprechend Abstand halten. Die “Dreieckspitzen” zeigen die Ideallinie an.

Die Markierung darf von allen Verkehrsteilnehmern überfahren werden. /Land Salzburg /Lindner Die Markierung darf von allen Verkehrsteilnehmern überfahren werden. /Land Salzburg /Lindner ©

Sondermarkierung ohne rechtliche Wirkung

Die Markierung darf von allen Verkehrsteilnehmern überfahren werden, was insbesondere bei zweispurigen Fahrzeugen aufgrund der Fahrstreifen-Breite notwendig sein kann. Die Markierung hat zwar keine rechtliche Wirkung, bewirkt jedoch eine entsprechende Leitfunktion.

Zum Einsatz kommt die Markierung vor allem in unübersichtlichen Linkskurven, damit die Motorradfahrenden ausreichend weit rechts fahren. Beobachtungen in Kärnten hätten ergeben, dass der Großteil der Motorradfahrer die neue Fahrlinie einhalten würde.

Tödliche Motorradunfälle angestiegen

In Salzburg gab es heuer bereits zehn tödliche Motorradunfälle, der letzte erst am Dienstag in Glanegg. 2016 starben in Salzburg fünf Menschen bei Motorradunfällen, mehr als 300 Biker wurden verletzt. Im Bereich der B164 wurden in den vergangenen drei Jahren drei Motorradfahrer getötet und 52 Menschen verletzt.

Häufige Fehler bei Bikern

  • Blindes Vertrauen in den eigenen Vorrang: Auch wenn man im Recht ist, soll man sich immer vergewissern, was andere Verkehrsteilnehmer machen. An Kreuzungen bremsbereit bleiben.
  • Zu schnell unterwegs: 20 km/h können den Unterschied zwischen einem fatalem Crash und gerade noch rechtzeitigem Bremsen ausmachen.
  • Unvorsichtiges Überholen: Vor allem in Kolonnen können Autos unvorhergesehen zum Überholen ausscheren.
  • Zu wenig Abstand: Der Bremsweg kann bei Motorrädern auch unter Idealbedingungen 15 Prozent länger sein als bei Autos. Also: Abstand halten.

Motorrad-Check nicht vergessen

  • Elektrik: Beleuchtung, Blinker, Bremslicht und Hupe müssen stetig überprüft werden, heißt es vom ÖAMTC.
  • Reifen: Luftdruck und Profil gehören kontrolliert. Ist zu wenig oder zu viel Luft im Pneu oder das Profil abgefahren, kann es schnell gefährlich werden.
  • Bremse in einer sicheren Situation checken, sie sollten ordentlich zupacken. Bremsbeläge sind meist nach drei Jahren hinüber.
  • Kette und Kettenspannung: Die Spannung zwischen Kettenrad und Ritzel muss passen, die Kette darf sich außerdem nicht zu weit vom Zahnkranz heben lassen, sonst muss der ganze Antriebssatz getauscht werden.

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