So viel gibt Salzburg für Mindestsicherung und Co. aus

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Im Bild (v.li.): Andreas Eichhorn (Leiter der Sozialabteilung des Landes) und LH-Stv. Heinrich Schellhorn.
Im Bild (v.li.): Andreas Eichhorn (Leiter der Sozialabteilung des Landes) und LH-Stv. Heinrich Schellhorn. - © Land Salzburg/Monika Rattey
Im Land Salzburg stagnieren erstmals seit Jahren die Zahlen in der Mindestsicherung. Landesrat Heinrich Schellhorn (Grüne) sprach am Donnerstag bei der Präsentation des Sozialberichts für das Jahr 2017 von einer erfreuliche Entwicklung. “Die gute Konjunktur wirkt sich positiv auf den Arbeitsmarkt aus, die verpflichtenden Deutschkurse helfen den Flüchtlingen, schneller eine Arbeit zu finden.”

Die Salzburger Landesregierung hat eine Kürzung und Deckelung bei der Mindestsicherung wie in anderen Bundesländern bisher abgelehnt. Tatsächlich ist es im Vorjahr zu keiner Kostenexplosion oder zu einem hohen Anstieg an Beziehern gekommen. Der Zuwachs an unterstützten Menschen betrug gegenüber 2016 im Jahresschnitt lediglich 30 Personen (auf 8.843 Bezieher).

Deutlicher Rückgang in der Grundversorgung

“Allerdings ist die Anzahl an Asylberechtigten gestiegen”, erklärte Andreas Eichhorn, Leiter der Sozialabteilung. 2017 bezogen 4.666 Österreicher Mindestsicherung in Salzburg – um 499 weniger als 2016. Die Anzahl an Asylberechtigten unter den Beziehern stieg hingegen von 2.119 Personen auf 2.864. “Das sind jene Menschen, die 2015 gekommen sind und nun Asyl gewährt bekommen haben.” Die Aufenthaltsdauer in der Mindestsicherung betrug im Vorjahr im Schnitt 7,5 Monate.

Gleichzeitig verzeichnete das Land einen deutlichen Rückgang in der Grundversorgung – also bei der vorübergehenden Existenzsicherung für hilfs- und schutzbedürftige Fremde. Die Zahl der Asylweber, die in organisierten Quartieren des Landes und in Privatquartieren versorgt wurden, sank im Vorjahr um fast 25 Prozent auf 3.039 Personen. “Besonders stark gesunken ist die Anzahl von unbegleitet minderjährigen Fremden, und zwar um 35 Prozent”, sagte Eichhorn.

44 Prozent der Asylwerber aus Afghanistan

Rund drei Viertel der Personen in der Grundversorgung waren 2017 Männer, etwas mehr als ein Viertel jünger als 18 Jahre. Mehr als 44 Prozent der Asylwerber stammten Ende Dezember 2017 aus Afghanistan, gefolgt vom Irak (15,1 Prozent) und aus Syrien (7,4 Prozent).

2017 war zudem das erste Jahr, in dem die (mit November 2016 eingeführte) verpflichtende Teilnahme an Deutschkursen bis zum Sprachniveau A1 ganzjährig wirksam wurde. Im Vorjahr gab das Land Salzburg rund 48 Millionen Euro für die Mindestsicherung und rund 43 Millionen Euro für die Grundversorgung aus – was in Summe 23 Prozent des Sozialbudgets betrug.

(APA)

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