Das neue “Steinlechner” soll ein “echtes Wirtshaus” werden

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Im "Steinlechner" wird vieles unter dem neuen Chef Thomas Gschwandtner neu gemacht. (Archivbild)
Im "Steinlechner" wird vieles unter dem neuen Chef Thomas Gschwandtner neu gemacht. (Archivbild) - © FMT-Pictures/MW
Am 26. Oktober öffnet das Salzburger Gasthaus “Steinlechner” erneut seine Türen. Im Gespräch mit SALZBURG24 erzählt der neue Pächter Thomas Gschwandtner, was er mit dem Gasthaus vor hat und was sich ändern wird.




Seit Ende Juli hat das beliebte Wirtshaus in Salzburger Stadtteil Parsch geschlossen. Am Montag wurde bekannt, dass gegen das Unternehmen “L.I.S.A.-Berlot Gastronomie GmbH” ein Insolvenzverfahren eröffnet wurde. Gegenstand des Unternehmens ist das Gasthaus. Darüber muss sich der neue Pächter Thomas Gschwandter jedoch keinen Kopf machen: “Das Insolvenzverfahren geht uns gar nichts an. Ich habe mit den vorigen Pächtern auch nichts zu tun gehabt.”

“Soft-Opening” bereits am 24. Oktober

Der 26-Jährige aus Werfen (Pongau) übernimmt das “Steinlechner” offiziell am 1. Oktober. Eigentümer ist die Trumer Brauerei, mit der Gschwandter seit Ende Juni verhandelt hat. Derzeit laufen die Renovierungs- und Bauarbeiten in und rund um das Gasthaus auf Hochtouren. “Innen gehört auch noch viel geputzt, aber wir sind absolut im Zeitplan”, erzählt Gschwandtner. Zuvor wird es am 24. und 25. Oktober ein “Soft-Opening” geben. “Für die ganz Neugierigen und natürlich auch, damit wir uns als Team einspielen können”, sagt der 26-Jährige.

Thomas Gschwandtner will aus dem "Steinlechner" ein traditionelles Wirtshaus machen. Foto: Privat Thomas Gschwandtner will aus dem “Steinlechner” ein traditionelles Wirtshaus machen. Foto: Privat ©

Gschwandtner: “Wenn, dann muss ich das jetzt machen”

Das Handwerk hat der Pongauer von der Pieke auf gelernt. Die Eltern führen den Landgasthof Reitsamerhof in Werfen, auch Gschwandtner hat dort immer wieder mitgeholfen. Von der Tourismusschule in Bischofshofen (Pongau), ging es für den gelernten Koch auf die Werfener Burg. Vier Jahre arbeitete er dort in der Verwaltung, bevor er heuer kurz in einem Hotel in Werfenweng angestellt war. “Dort hat sich dann immer mehr herauskristallisiert, dass ich etwas Eigenes machen muss”, erklärt der Jungwirt. Also wagte er den Sprung in die Selbstständigkeit: “Wenn, dann muss ich das jetzt machen, mit 40 ist es zu spät”, sagt er.

“Steinlechner” ist beste Location für “originales Wirtshaus”

Warum er sich dafür ausgerechnet das Steinlechner ausgesucht hat? “Für mich ist das die beste Location, um in der Stadt Salzburg ein originales Wirtshaus aufzumachen. So, wie es auch die Geschichte des Gebäudes ist. Ich habe mir gedacht: ‘Da muss ein echtes Wirtshaus hinein'”. Dieser Traditionsgedanke wird sich auch auf der Speisekarte wiederfinden. Gschwandtner setzt auf heimische Gerichte wie Tafelspitz, Kaiserschmarrn und Wienerschnitzel. Die Zutaten sollen aus der Region kommen. “Touristen kommen ja nicht zu uns, weil sie Wok oder Pizza essen wollen. Wenn ich nach Salzburg komme, dann will ich das essen, was hierher gehört”, gibt der Pongauer Einblick in sein Konzept.

Namensänderung wäre “Schuss ins Knie”

Der Name bleibt gleich, aus zweierlei Gründen. Erstens sei das eine Vorgabe vom Eigentümer und zweitens ist das Steinlechner eine bekannte Marke in Salzburg. “Eine neue Marke daraus machen zu wollen wäre ein Schuss ins Knie”, ist Gschwandtner überzeugt.

Unterstützung bekommt Gschwandtner nicht nur von der Familie, die mit Rat und Erfahrung zur Seite steht, sondern auch aus dem Bekanntenkreis, aus dem er bereits Küchenchef und Serviceleitung rekrutiert hat. Für Küche und Service werden aber noch zwölf Mitarbeiter gesucht, insgesamt werden 22 Personen im Gasthaus beschäftigt sein. Herausfordernd ist vor allem noch die Suche nach einem Koch. Gschwandtner ist jedoch zuversichtlich und in der Not wird er einfach selbst zum Kochlöffel greifen.

Clubbings wird es im neuen Steinlechner keine mehr geben. Am Wochenende werde trotzdem bis zwei Uhr in der Früh geöffnet sein, versichert der 26-Jährige.

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