Sohn der Lebensgefährtin missbraucht: Haftstrafe

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Prozess im Wiener Straflandesgericht
Prozess im Wiener Straflandesgericht - © APA
Weil er den zehnjährigen Sohn seiner früheren Lebensgefährtin wiederholt missbraucht hat, ist ein Wiener IT-Techniker am Dienstag im Straflandesgericht zu dreieinhalb Jahren unbedingter Haft verurteilt worden. Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Der 34-Jährige war mit der Frau im Frühjahr 2015 eine Beziehung eingegangen. Rund ein halbes Jahr später kam es zu ersten Übergriffen auf den Buben.

Diese beschränkten sich zunächst auf Berührungen. Den Schilderungen des Zehnjährigen zufolge musste dieser in weiterer Folge zumindest zwei sexuelle Handlungen über sich ergehen lassen. Die Mutter hatte dem zuletzt Beschäftigungslosen ihr Kind immer wieder zur Aufsicht überlassen. Der Schüler hielt sich dabei teilweise auch in der Wohnung des 34-Jährigen auf.

“Er wurde motiviert, mich anzuschuldigen”

“Es stimmt, dass es im Rahmen eines spielerischen Gerangels zur Routine wurde, dass ich ihm zwischen die Beine gegriffen habe. Er musste das Gefühl haben, dass es Absicht ist, aber das war nicht meine Intention”, räumte der Angeklagte vor einem Schöffensenat (Vorsitz: Petra Poschalko) ein. Die darüber hinausgehenden Anschuldigungen erklärte sich der Mann folgendermaßen: “Er wurde motiviert, mich mehr anzuschuldigen, dass ich eine höhere Strafe kriege.”

Mutter erfuhr von Übergriffen nach Beziehungsende

Die Mutter erfuhr von den Übergriffen erst, nachdem sie die Beziehung beendet hatte. Daraufhin vertraute sich ihr Sohn ihr an. Mit der Begründung, es handle sich um ein “Geheimnis”, hatte der 34-Jährige dem Buben dessen Darstellung zufolge eingeschärft, mit keinem Menschen über die Berührungen zu sprechen.

(APA)

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