Exhibitionismus-Vorwurf gegen Landesportzentrum Rif

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In Rif soll ein Exhibitionist geduldet werden, wirf Solarz den Zuständigen vor. (Symbolbild)
In Rif soll ein Exhibitionist geduldet werden, wirf Solarz den Zuständigen vor. (Symbolbild) - © APA/dpa
SPÖ-Sportsprecherin Nicole Solarz wittert im Landessportzentrum Rif (Tennengau) einen Skandal. Ihr seien Videoaufnahmen zugespielt worden, die einen Exhibitionisten in der dortigen Schwimmhalle zeigen, so Solarz. Der Mann soll dort regelmäßig unterwegs sein. Direktor des ULSZ Rif, Wolfgang Becker, weist die Vorwürfe auf das Schärfste zurück.

Im Universitäts- und Landessportzentrum (ULSZ) Salzburg-Rif kommt es schon seit Jahren zu Vorkommnissen, die inakzeptabel seien, meint Solarz in einer Aussendung am Freitag.

Exhibitionist soll Kinder belästigen

„Die Schwimmhalle des ULSZ Rif wird regelmäßig von einem Exhibitionisten aufgesucht. Dieser Mann kommt regelmäßig auch dann in das Schwimmbad, wenn Kinder und Jugendliche dort Schwimmkurse und Schwimmtrainings besuchen“, berichtet Solarz. Für die Vorkommnisse liegen ihr Videobeweise vor, so die Abgeordnete.

„Das alleine ist schon ein Skandal, aber die Information, dass diese exhibitionistisch veranlagte Person bereits seit Jahren die Schwimmhalle im Sportzentrum Rif nutzt und somit ganz offensichtlich geduldet wird, macht die Angelegenheit noch schlimmer.“

Proteste von Eltern offenbar ignoriert

Solarz wirft den Verantwortlichen vor, dass sie wegschauen würden. “Eltern haben nachweislich bereits mehrmals gegen diese ungeheuerlichen Zustände protestiert. Doch alle Proteste verhallten bislang ungehört”, informiert Solarz: “Entweder wird der Exhibitionist geduldet oder der Direktor weiß tatsächlich nicht, was in seinem Haus vorgeht.”

Das will Solarz nun mit folgenden Maßnahmen ändern: “Der erste Schritt ist die Information der Öffentlichkeit. Die Kinder und Jugendlichen sind in Gefahr und müssen geschützt werden. Weiters werde ich Anzeige gegen Unbekannt einbringen und ich erstatte Anzeige wegen des Verdachts der Beihilfe gegen den Direktor des Sportzentrums Rif sowie gegen den Präsidenten des Neuen Schwimmverbandes und den Cheftrainer der Schwimmunion. Außerdem habe ich Anzeige nach dem Landessicherheitsgesetz wegen einer öffentlichen Anstandsverletzung eingebracht. Der dritte Schritt ist eine umfangreiche schriftliche parlamentarische Anfrage an die politisch verantwortliche Sportlandesrätin Martina Berthold.”

Solarz fordert lückenlose Aufklärung

Ob die von dem Exhibitionisten gesetzten öffentlichen Handlungen strafrechtlich relevant sind, hat die Staatsanwaltschaft zu beurteilen. Über die Frage der angezeigten Beihilfe zur Anstandsverletzung hat die Sicherheitsbehörde zu entscheiden. Abgeordnete Solarz will die Angelegenheit jedenfalls ins Rollen bringen und eine lückenlose Überprüfung einfordern.

Direktor Becker weist Vorwürfe zurück

Der Direktor des Universitäts- und Landessportszentrums (ULSZ) Rif in Salzburg, Wolfgang Becker, wies am Freitagnachmittag gegenüber der APA den Vorwurf der Untätigkeit scharf zurück. Er habe erst vor zehn Tagen erstmals von einem einzelnen Vorfall mit einem nackten Badegast erfahren, und der habe vor einem Jahr angeblich beim Betreten des Beckens die Hose verloren.

Der Pensionist sei damals auch darauf hingewiesen worden, dass im Wiederholungsfall die Polizei verständigt werde. Da es nur ein einziger Zwischenfall aus der Vergangenheit gewesen sei, habe er keinen weiteren Handlungsbedarf gesehen.

Becker hätte bei Beschwerden Polizei eingeschaltet

Hätte er von den heute behaupteten Beschwerden, dass sich Kinder von einem nackt badenden Mann belästigt fühlen, schon früher gehört, wäre selbstverständlich ein Anruf bei der Polizei die allererste Reaktion von ihm gewesen, sagte der Direktor. Weiters wies er darauf hin, dass das ULSZ Rif kein öffentliches Bad sei und keinen eigenen Bademeister zur Aufsicht habe, sondern die Aufsichtspflicht bei den jeweiligen Vereinen oder Gruppen selbst liege.

Anzeige wegen Rufschädigung angekündigt

Außerdem kündigte der Leiter eine Anzeige wegen Rufschädigung an. Er persönlich betrachtet die heutigen Vorwürfe als Retourkutsche im Zusammenhang mit einer langjährigen Auseinandersetzung im Bereich des Schwimmsports.

(SALZBURG24/APA)

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