Soldaten retteten 85 Opfer von Boko Haram in Nigeria

Bei der Erstürmung von Lagern der radikalislamischen Terrormiliz Boko Haram im Nordosten Nigerias haben Soldaten 85 Menschen gerettet. Dabei habe es sich überwiegend um Frauen und Kinder gehandelt, sagte Armeesprecher Sani Usman am Sonntag.

Die nigerianischen Truppen hätten bereits am Freitag und Samstag die Kontrolle über die Städte Chukungudu, Geram und Bulankassa am Ufer des Tschadsees wiedererlangt. Bei der Militäraktion seien fünf Jihadisten und ein Soldat ums Leben gekommen. In einer Fabrik zur Herstellung von Sprengmaterial hätten die Truppen unter anderem Bomben, Sprengstoffwesten, Motorräder und Autos sichergestellt.

Die sunnitischen Extremisten terrorisieren den Nordosten Nigerias und die angrenzenden Gebiete der Nachbarländer. Bei Anschlägen und Angriffen der Gruppe sind seit 2009 mindestens 14.000 Menschen getötet worden. Die Gewalt hat in der Region UN-Angaben zufolge 2,7 Millionen Menschen in die Flucht getrieben.

(APA/dpa)

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