Sonnenschutzmittel im Test: Günstige Sieger, wenige Patzer

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Auf Sonnenschutzmittel sollte man sich verlassen können
Auf Sonnenschutzmittel sollte man sich verlassen können - © APA (dpa)
Auf Sonnenschutzmittel sollte man sich verlassen können. Im jährlichen Test des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) haben sich auch fast alle Produkte als zuverlässig erwiesen. Aber auch heuer gab es wieder Patzer.

17 Sonnenschutzmittel – Milch, Spray, Gel oder Lotion – mit Lichtschutzfaktor 30 bis 50 wurden geprüft. Mit vier – günstigen – Mitteln waren die Tester rundum zufrieden. Die Cien Sonnenmilch Classic von Lidl, die Sunkiss Sonnenmilch von Spar, die Today Sonnenmilch von Penny/Rewe und der Sundance Sonnenspray von dm überzeugten sowohl mit ihrer Schutzwirkung als auch bei der Feuchtigkeitsanreicherung der Haut, berichtet das VKI-Magazin “Konsument” (Juli-Ausgabe). Zwölf weitere – meist hochpreisige – Produkte schützen sehr gut vor UV-Strahlung, “schwächeln” laut den Konsumentenschützern aber ein wenig bei der Feuchtigkeitsversorgung.

Sonnenschutz mit bedenklichen Inhaltsstoffen

Als Sonderfall bezeichneten die Tester den Sun Beauty Oil-Free Spray von Lancaster: “Dieses Produkt hätte an sich gar nicht so schlecht abgeschnitten, hätten wir nicht Lilial und Lyral darin gefunden.” HICC (Hydroxyisohexyl 3-Cyclohexene Carboxaldehyde), auch Lyral genannt, könne Allergien auslösen. Produkte mit dieser Substanz dürfen nur noch bis Sommer 2021 verkauft werden. Der Duftstoff Lilial (Butylphenyl Methylpropional, BMHCA) wiederum könne laut dem wissenschaftlichen Ausschuss für Verbrauchersicherheit der EU (SCCS) derzeit nicht als sicher eingestuft werden.

Diese Sonnencremes haben nicht überzeugt

Bei der Abwehr von UVA-Strahlen gepatzt hat die Sunmilk Sensitive von Eco, sie wurde als für den Sonnenschutz ungeeignet eingestuft. Schon in einem früheren Test war ein Produkt dieses Herstellers aus dem gleichen Grund kritisiert worden. Das Unternehmen bezeichnete damals die Methode als ungeeignet, der VKI hält entgegen, das Verfahren entspreche der internationalen Norm. Zusätzlich getestet wurde der Sunblock Fester Sonnenschutz von Lush, der laut Auslobung nach Anwendung unter der Dusche Schutzfaktor 30 bieten soll, aber in diesem Punkt ebenfalls ein “nicht zufriedenstellend” kassierte.

Bei einigen Erzeugnissen sorgten zugesetzte Duftstoffe bei den Prüfern für Naserümpfen. Aus ihrer Sicht sollte auf Substanzen wie Linalool, Limonen, Citronellol, Geraniol oder Citral verzichtet werden. Keine deklarationspflichtigen Duftstoffe fanden sich in den untersuchten Produkten von Yves Rocher, Avene Eau Thermale, La Roche-Posay, Piz Buin, Vichy, Eucerin und Ladival.

Zu viel UVB-Strahlung erhöht Hautkrebsrisiko

Sonnenlicht ist wichtig, weil es die Vitamin-D-Synthese der Haut anregt. Es wird aber zur Gefahr, wenn wir zu viel davon abbekommen. Die langwellige UVA-Strahlung lässt die Haut altern, verursacht Irritationen und fördert die Entstehung von Hautkrebs. Zu viel UVB-Strahlung macht Sonnenbrand und erhöht ebenfalls die Krebsgefahr.

(APA)

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