Sorge um Ausbreitung von Ebola in Europa

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Ebola-Kontrollen auf US-Flughäfen
Ebola-Kontrollen auf US-Flughäfen
Nachdem ein Brite in Mazedonien an Ebola gestorben ist, nährt sich die Sorge um die Seuche in Europa. In Serbien wurden indes 708 Personen unter Quarantäne gestellt. An Flughäfen werden schärfere Kontrollen erwägt.

In Mazedonien ist am Donnerstag ein Brite mit Verdacht auf Ebola gestorben. Das nährte die Sorge vor einer Ausbreitung der in Westafrika grassierenden Seuche auch in Europa.

708 Personen in Quarantäne

Das serbische Gesundheitsministerium teilte am Donnerstagnachmittag mit, dass in Serbien aus Sicherheitsgründen bisher 708 Personen in Quarantäne gestellt worden seien. 92 von ihnen seien nach Serbien aus den von Ebola betroffenen Regionen eingereist und wurden aus Sicherheitsgründen unter Beobachtung gestellt. Angaben zu den Zeiträumen, in denen die Personen isoliert wurden, lagen zuerst nicht vor.

Neue Verdachtsfälle in Spanien

Wegen der Gefährdung durch die Seuche sind in der spanischen Hauptstadt Madrid sieben weitere Menschen unter Quarantäne gestellt worden, sodass sich deren Zahl in der Nacht zum Freitag auf 14 erhöht hat. Die neuesten Vorsorge-Maßnahmen stehen im Zusammenhang mit dem Fall der 44-jährigen Krankenpflegerin Teresa Romero, die selbst in Lebensgefahr schwebt, teilte die Klinik Carlos III. mit.

Hotel in Mazedonien abgeriegelt

Das Hotel in der mazedonischen Hauptstadt Skopje, in dem sich der Mann aufgehalten habe, sei abgeriegelt worden, teilten die Behörden am Abend mit. Ein zweiter britischer Staatsbürger und Hotelangestellte müssten im Gebäude bleiben. Jovanka Kostovska von der Abteilung für Infektionskrankheiten im Gesundheitsministerium sagte, der verstorbene Mann sei am 2. Oktober aus Großbritannien in Skopje angekommen. Am Donnerstag sei er mit Fieber, Erbrechen und inneren Blutungen ins Krankenhaus eingeliefert worden. Sein Zustand habe sich rapide verschlechtert, am Nachmittag sei er gestorben.

Der Ebola-Verdacht bei einem 56-jährigen Tschechen hat unterdessen sich nicht bestätigt. Die Labortests seien negativ ausgefallen, teilte Gesundheitsminister Swatopluk Nemecek am Freitag in Prag mit. Es bestehe stattdessen Verdacht auf Malaria. Der Mann, der sich unlängst in Liberia aufgehalten hatte, war wegen typischer Symptome der Seuche in einem Krankenhaus in Prag isoliert worden.

Ebola-Verdacht in Frankreich und der Schweiz

Wegen Ebola-Verdachts wurde auch in Frankreich ein Gebäude zeitweise abgeriegelt, nachdem vier Menschen, die Anfang Oktober aus Guinea nach Frankreich gereist waren, über Fieber und Kopfschmerzen geklagt hatten. Die Behörden in Cergy Pontoise bei Paris hoben die Absperrung aber wieder auf, nachdem der Verdacht sich nicht bestätigt hatte. In dem Gebäude hatten sich 60 Menschen aufgehalten.

Der Zustand des Ebola-Patienten im Leipziger Klinikum St. Georg ist unverändert. Es gelte der Stand vom Vortag, hieß es am Freitag. Weitere Angaben machte die Klinik nicht. Die Ärzte hatten den Zustand des 56 Jahre alten UN-Mitarbeiters bei dessen Eintreffen als “hochgradig kritisch, wenngleich stabil” bezeichnet.

Schärfere Kontrollen an Flughäfen?

Die Krankenschwester, die sich in Madrid in einer Klinik angesteckt hat, kämpfte um ihr Leben. Sie gilt als der erste Mensch, der sich außerhalb Westafrikas mit der meist tödlich verlaufenden Krankheit angesteckt hat.

Die EU erwägt als Reaktion auf die Seuche verschärfte Kontrollen an Flughäfen für Reisende aus Westafrika. Großbritannien kündigte an, an den beiden größten Flughäfen in London, Heathrow und Gatwick, würden Einreisende auf Ebola getestet. Betroffen sei auch der Eurostar, die Zugverbindung zwischen Großbritannien und Frankreich.

Die westafrikanischen Länder Guinea, Sierra Leone und Liberia am stärksten von Ebola betroffen. An der Epidemie dort sind mehr als 3.800 Menschen gestorben. (APA)

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