Sozialpartnerschaft verstärkt Wirtschaftswachstum

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Sozialpartnerschaft zahlt sich aus
Sozialpartnerschaft zahlt sich aus
Die heimische Sozialpartnerschaft verstärkt laut einer Studie das Wirtschaftswachstum unseres Landes in einem beträchtlichen Ausmaß. Dieser Beitrag zum BIP könnte aber noch höher sein, wenn die Staatsquote in Österreich niedriger wäre, sagte der Linzer Volkswirtschaftsprofessor Friedrich Schneider am Dienstag beim “Bad Ischler Dialog 2014” in Oberösterreich.


In den Jahren 2001 bis 2011 wuchs Österreichs Wirtschaft im Schnitt jährlich real um 1,25 Prozent und davon waren laut Schneider 0,47 Prozentpunkte auf die Sozialpartnerschaft zurückzuführen, “das sind hard facts”. Wäre die heimische Staatsquote – also der Anteil des Staates an der Gesamtwirtschaft – jedoch nur um ein Prozent geringer, “hätte dieser Effekt sogar 0,63 Prozent ausmachen können”, so Schneider.

“Wir haben also eindeutig positive Auswirkungen der Sozialpartner auf das heimische Wirtschaftswachstum”, resümierte Schneider. Dieser Effekt werde aber in Ländern mit einer Staatsquote von über 50 Prozent immer geringer, Österreich lag 2011 bei 50,9 Prozent.

Der positive Nutzen der Sozialpartnerschaft resultiere aus der Koordination der wirtschaftlichen Tätigkeit und von wirtschaftspolitischen Maßnahmen durch die Verbände. Dem stehe auf der Kostenseite ein “Rent-Seeking” gegenüber, also die Effekte einer Klientelpolitik. Dieses Rent Seeking sei umso intensiver, je größer ein staatlicher Körper sei, “denn desto mehr kann man dabei für sich herausholen”. Rent Seeking müsse aber nicht immer negativ sein, betonte Schneider.

Zur Frage der Auswirkungen einer Sozialpartnerschaft hat Schneider mit seinem Team insgesamt zehn Länder unter die Lupe genommen, neben Österreich auch Belgien, Dänemark, Finnland, Irland, Luxemburg, die Niederlande, Portugal, Schweden und die Schweiz – und das Ganze für den Zeitraum von 1990 bis 2011.

Von den zehn Staaten weist übrigens Österreich die höchste Sozialpartner-Organisationsdichte auf, gemessen am “Korporations-Index”. Die Studie ist schon vor einigen Monaten fertig geworden, Schneider hat sie selbst initiiert – nach einem recht negativen “NZZ”-Artikel über Österreichs Sozialpartnerschaft, der ihn verärgert hatte.

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