Spieler-Conclusio nach 2:1 gegen Uruguay: “Nicht perfekt”

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Marko Arnautovic ist stolz auf die Jungs
Marko Arnautovic ist stolz auf die Jungs - © APA
Österreichs Fußball-Nationalmannschaft ist am Dienstag im Happel-Stadion ein Prestige-Erfolg gelungen. Mit dem 2:1-Testspielsieg über den WM-Teilnehmer Uruguay im ersten Match unter Neo-Teamchef Franco Foda wurde ein Gegner geschlagen, der als Südamerika-Zweiter souverän das Ticket für Russland gelöst und die vergangenen vier Bewerbsspiele nicht verloren hat.

Die ÖFB-Teamspieler schwankten zwischen Zufriedenheit über den Sieg und den erfolgreichen Start unter Foda und der Erkenntnis, dass noch Luft nach oben ist. So meinte etwa Marko Arnautovic: “Es war solide, es war nicht perfekt. Aber wir haben gewonnen, das zählt. Ich bin zufrieden mit dem Sieg und stolz auf die Jungs.”

Die vier Topchancen der Uruguayer vor der Pause waren laut Arnautovic auch der mangelnden Routine geschuldet. “Wir haben eine junge Mannschaft, keine erfahrene wie Uruguay. Natürlich, nobody is perfect. Jeder macht Fehler, Fehler waren heute okay, weil sie nicht zu Toren geführt haben.”

Einige neue Spieler, ein neuer Trainer und eine neue Spielphilosophie – das alles gilt es nun so schnell wie möglich auf die Reihe zu bekommen. “Aber je länger wir arbeiten, umso besser werden wir”, versprach Arnautovic.

Auch Kapitän Julian Baumgartlinger bat um Geduld. “In erster Linie brauchen wir jetzt einmal Zeit. Diese Woche war schon sehr viel wert, damit man den Stamm der Spieler einmal sieht. Es kommen noch einige sehr gute Spieler, die verletzt waren, dazu.”

Daher blickt der 29-Jährige optimistisch auf die vier kommenden Länderspiele im März und Ende Mai/Anfang Juni 2018. “Wichtig ist, dass wir da zwei lange Lehrgänge haben, dass wir etwas einüben können ohne große Drucksituation. Man muss sich kennenlernen, das hat man in der ersten Hälfte gemerkt.

Die nächsten beiden Zusammentreffen sollten laut dem Leverkusen-Profi zu einer Steigerung beitragen. “Im Training haben wir gerade einmal ein oder zwei Varianten angerissen. Der Trainer hat aber betont, dass er variabel spielen will, da gilt es darauf aufbauen.” Ziel sei es, “mutig und dominant” zu spielen. “Das auf höchstem Niveau erfolgreich zu machen, bedeutet viel Arbeit”, betonte der Salzburger.

Positiv hob Baumgartlinger hervor, dass Foda nach dem durchwachsenen Auftritt in der ersten Hälfte von einem 4-4-2- auf 4-2-3-1-System umstellte. “Er hat gesehen, dass wir in der Mitte keinen Zugriff bekommen haben. Darauf haben wir reagiert, das hat funktioniert.”

Man habe sich den Sieg hart erarbeitet, und das in einer Partie, in der es um nicht allzu viel ging. Siegeswille und Mentalität hätten gepasst, “gerade ein einem Spiel, wo man uns oft vorgeworfen hat, dass Freundschaftsspiele lax angegangen wurden. Aber das kann man diesmal nicht sagen”, erklärte Baumgartlinger.

Goalie Heinz Lindner war die Zufriedenheit ebenfalls anzumerken. “Wir haben dem Gegner großteils unser Spiel aufgezwungen. Die kleine Schwächephase Mitte der ersten Hälfte, in der sie vier Chancen hatten, müssen wir noch abstellen.”

Den Beistand von Fortuna hätte das ÖFB-Team in der WM-Qualifikation dringender benötigt. “Das sind so Spiele, die wir in der Quali noch verloren oder unentschieden gespielt hätten. Wir hatten wieder das Quäntchen Glück, das kommt aber nicht von ungefähr, das haben wir uns auch erarbeitet und uns durch eine starke Mannschaftsleistung verdient”, sagte Lindner.

Sein Vordermann Aleksandar Dragovic gab zu, man hätte zur Pause 1:3 oder 1:4 in Rückstand liegen können. “Da haben wir zu viele Eigenfehler gemacht und zu viele Torchancen zugelassen. Das müssen wir schleunigst verbessern. Zum Glück wurden wir nicht bestraft.” Auf der zweiten Hälfte könne man aber aufbauen. “Wir müssen uns in jedem Detail verbessern, wenn wir uns in Zukunft qualifizieren wollen.”

(APA)

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